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Therapie

Lasertherapie bei orthopädischen Beschwerden

Sie haben bereits verschiedene Übungen oder Therapien ausprobiert oder Ihre Belastung verändert. Trotzdem schränkt der Schmerz Sie weiter ein. Wenn Ihnen eine Laserbehandlung vorgeschlagen wird, möchten Sie vermutlich wissen: Was könnte die Behandlung für Ihre Beschwerden verändern, und woran würden Sie merken, dass sie Ihnen hilft?

Behandlungsaufnahme mit einem Laserhandstück
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Verstehen

Ausführliche Einordnung

Lasertherapie gehört zum Angebot von OrthoCoast in Wolgast. Wir ordnen sie im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung, den bisherigen Behandlungen und Ihren Zielen ein. Entscheidend ist, ob das konkrete Verfahren für Ihre Situation sinnvoll erscheint. Eine Empfehlung lässt sich nicht allein daraus ableiten, dass eine Stelle schmerzt.

Was bedeutet eine Behandlung mit Laserlicht?

Bei einer Lasertherapie wird gebündeltes Licht mit bestimmten Eigenschaften eingesetzt. In der konservativen Orthopädie soll es beispielsweise dazu beitragen, Beschwerden zu lindern. Das ist eine andere Anwendung als ein Laser, der bei einer Operation Gewebe schneidet. Sie begegnen dabei Begriffen wie Low-Level-Laser, Photobiomodulation oder High-Level-Laser. Low-Level-Laser arbeiten mit geringerer Leistung als Hochleistungslaser. Photobiomodulation beschreibt dagegen einen biologischen Wirkansatz: Licht soll Vorgänge in Zellen beeinflussen, ohne dass eine starke Erwärmung das angestrebte Wirkprinzip ist. Die Begriffe bezeichnen also nicht einfach drei austauschbare Behandlungen. Wellenlänge, Leistung, abgegebene Energie und Art der Anwendung unterscheiden sich; Ergebnisse eines Verfahrens gelten nicht automatisch für ein anderes.

Was soll Photobiomodulation im Gewebe bewirken?

Vielleicht fragen Sie sich, wie Licht einen Einfluss auf Beschwerden haben soll. Licht kann von bestimmten Bestandteilen der Zellen aufgenommen werden. In Laboruntersuchungen beeinflusst Laserlicht unter anderem Vorgänge in den Mitochondrien, den kleinen Energielieferanten der Zellen, sowie zelluläre Signalwege. Untersucht werden beispielsweise Veränderungen des Energieträgers ATP und von Botenstoffen. Diese Forschung hilft, mögliche Wirkungen zu verstehen. Sie ist jedoch noch kein Nachweis dafür, dass ein geschädigtes Gewebe bei Ihnen schneller heilt oder Knorpel nachwächst. Für die Entscheidung über eine Behandlung zählt zusätzlich, ob Menschen mit vergleichbaren Beschwerden in klinischen Studien einen spürbaren Nutzen hatten.

Weitere Informationen

Was bedeutet unser High-Level-Laser mit bis zu 40 Watt?

Bei OrthoCoast steht auch ein High-Level-Laser mit bis zu 40 Watt zur Verfügung. Sie können dafür ebenso die Bezeichnung Hochleistungslaser hören. Die 40 Watt beschreiben die maximal verfügbare Leistung des Geräts, nicht die Einstellung, die bei jeder Anwendung eingesetzt wird. Für die Behandlung ist mehr als diese Zahl wichtig: Wie lange und auf welcher Fläche das Licht angewendet wird, welche Wellenlänge das Gerät nutzt und wie die Anwendung erfolgt, beeinflusst die abgegebene Dosis. Auch die behandelte Region und Ihre individuelle Situation müssen berücksichtigt werden. Mehr Leistung bedeutet nicht automatisch mehr Nutzen. Die passende Anwendung richtet sich nach dem Behandlungsziel und dem konkreten Verfahren – nicht danach, die maximale Leistung auszuschöpfen.

Was lässt sich über Nutzen und Grenzen sagen?

Die Antwort hängt von der Erkrankung und dem untersuchten Verfahren ab. Bei schmerzhaften Beschwerden der Plantarfaszie an der Fußsohle empfiehlt eine amerikanische physiotherapeutische Leitlinie Low-Level-Laser als Teil eines Rehabilitationsprogramms zur kurzfristigen Schmerzlinderung. Das ist ein begrenztes positives Beispiel, keine Aussage über jedes Laserverfahren oder eine dauerhafte Heilung. Auch Hochleistungslaser werden klinisch untersucht. Bei bestimmten Schulterbeschwerden berichtete eine Studie über zusätzliche Verbesserungen, wenn Laser mit Übungen kombiniert wurde. Eine neuere Studie mit begleitender Physiotherapie fand zwar Unterschiede zugunsten des Lasers; deren Ausmaß blieb jedoch unter der zuvor festgelegten Schwelle für eine klinisch bedeutsame Verbesserung. Solche Ergebnisse müssen mit ihren Grenzen betrachtet werden und belegen nicht die Wirkung jedes Geräts oder einer bestimmten Wattzahl. Für Ihre Entscheidung besprechen wir, welche Erkenntnisse zu der vorgeschlagenen Anwendung passen, was Sie realistischerweise erwarten können und welche Alternativen bestehen. Dabei ist wichtig, ob sich etwas für Ihren Alltag verbessert – nicht nur, ob ein Laborwert oder eine Messgröße verändert werden kann.

Welche Entscheidung steht vor der Anwendung?

Zunächst möchten wir verstehen, was den Schmerz wahrscheinlich erklärt. Wann tritt er auf, welche Bewegung fällt schwer und was hat eine bisherige Behandlung verändert? Untersuchung, Verlauf und gegebenenfalls vorhandene Befunde helfen, diese Fragen einzuordnen. Ein auffälliges Bild allein ist kein Grund für eine Laserbehandlung. Ein Behandlungsziel sollte zu Ihrem Alltag passen. Vielleicht möchten Sie eine bestimmte Gehstrecke wieder bewältigen oder eine schmerzhafte Bewegung leichter ausführen können. Gemeinsam klären wir, welche Veränderung realistisch erscheint und welche andere Behandlung dafür besser geeignet sein könnte. Sie müssen nicht alle angebotenen Verfahren ausprobieren.

Warum bleiben Bewegung und Belastungsaufbau wichtig?

Eine ergänzende Anwendung ersetzt nicht automatisch die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung. Je nach Befund können angepasste Übungen, eine Veränderung der Belastung, Physiotherapie, Hilfsmittel oder eine medikamentöse Behandlung wichtiger sein. Die Auswahl richtet sich danach, was Ihre Beschwerden aufrechterhält und was Sie bewältigen können. Wenn eine Schmerzlinderung erreicht wird, möchten Sie diese verständlicherweise nutzen. Weniger Schmerz bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass ein Gewebe bereits wieder jeder Belastung gewachsen ist. Deshalb gehört die Frage, wie Sie Ihre Aktivitäten sinnvoll steigern, zum weiteren Plan.

Woran lässt sich der Verlauf beurteilen?

Hilfreich ist ein einfacher Vergleich mit der Ausgangssituation: Welche Bewegung fällt leichter, wie lange hält eine Veränderung an und was gelingt im Alltag tatsächlich besser? Auch unveränderte Beschwerden sind eine wichtige Rückmeldung. Wenn ein vereinbartes Ziel nicht näher rückt, sollte die weitere Behandlung neu besprochen werden. Eine Serie wird nicht allein deshalb sinnvoll, weil bereits einzelne Anwendungen stattgefunden haben. Klären Sie außerdem, welche Belastung am Behandlungstag und danach zu Ihrem Befund passt.

Ablauf & nächster Schritt

Was bringen Sie zum Sprechstundentermin mit?

Für den vereinbarten Termin in unserer Praxis sind vorhandene Untersuchungsberichte und gegebenenfalls die zugehörigen Bilder über Bildzugang oder CD hilfreich. Neue Aufnahmen müssen Sie nicht allein für diesen Termin selbst veranlassen. Bringen Sie außerdem Ihren aktuellen Medikationsplan einschließlich eines aufgedruckten Codes oder eine Medikamentenliste mit. Überlegen Sie vorher, welche Tätigkeit Sie besonders einschränkt und wie bisherige Maßnahmen gewirkt haben. Nennen Sie auch frühere Laserbehandlungen, soweit bekannt mit Art der Anwendung und behandelter Körperstelle. So lässt sich eine gute oder enttäuschende Erfahrung genauer einordnen.

Wie wird eine Laseranwendung vorbereitet?

Vor einer Anwendung müssen Behandlungsbereich, Verfahren und Ziel feststehen. Bei einer äußerlichen Behandlung wird das Licht über einen Behandlungskopf auf den vorgesehenen Bereich gerichtet. Abhängig von der Technik kann sich die Anwendung unterschiedlich anfühlen; bei leistungsstarken Lasern kann auch Wärme entstehen. Angenehme Wärme ist dabei kein Maß für den Behandlungserfolg, und unangenehme Hitze sollen Sie nicht aushalten. Eine bestimmte Dauer oder feste Zahl von Terminen ergibt sich aus dem Begriff Lasertherapie nicht. Bitte teilen Sie vorab Hautveränderungen, eine ungewöhnliche Lichtempfindlichkeit und ein vermindertes Gefühl im Behandlungsbereich mit. Auch eine mögliche Schwangerschaft oder eine bekannte Tumorerkrankung gehört in die ärztliche Vorgeschichte. Ob und wie diese Angaben die Behandlung verändern, muss für das konkrete Verfahren beurteilt werden. Medikamente setzen Sie dafür nicht eigenständig ab.

Wichtig für Ihre Entscheidung

Welche Risiken und Schutzmaßnahmen sind wichtig?

Laserlicht ist nicht allein deshalb harmlos, weil die Anwendung ohne Spritze oder Hautschnitt erfolgen kann. Abhängig von Leistung und Anwendung können Augen und Haut geschädigt werden. Bei stärkerer Erwärmung besteht auch ein Verbrennungsrisiko. Die für das Gerät vorgesehenen Schutzmaßnahmen, insbesondere der Augenschutz, müssen eingehalten werden. Melden Sie unangenehme Hitze, Brennen oder andere Beschwerden während der Anwendung sofort. Nach der Behandlung sollten anhaltende oder zunehmende Beschwerden und auffällige Hautveränderungen ärztlich eingeordnet werden. Mit der Behandlung möchten wir eine biologische Reaktion im Gewebe anregen. Diese muss für Sie nicht als Reizung spürbar sein; eine Zunahme von Beschwerden ist kein verlässliches Zeichen für den Behandlungserfolg. Welche Risiken für Ihre geplante Anwendung bestehen, gehört in die persönliche Aufklärung.

Ihre Ansprechpartner und die Kostenklärung

Ihre Lasertherapie wird bei OrthoCoast ärztlich von Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann begleitet. Wir erläutern zunächst das Behandlungsziel, mögliche Vorteile, Grenzen und Alternativen. Sie können die Empfehlung überdenken und sich auch nach dem Sprechstundentermin entscheiden. Wenn Sie als gesetzlich versicherter Patient eine Leistung selbst bezahlen möchten, die Ihre Krankenkasse nicht übernimmt, erhalten Sie vorher einen Kostenvoranschlag. Wir besprechen den Leistungsumfang und die voraussichtlichen Kosten. Die Leistung erbringen wir erst, nachdem Sie Ihren Behandlungswunsch und die Kostenübernahme mit Ihrer Unterschrift bestätigt haben.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Mit diesen Ärzten können Sie besprechen, ob die Behandlung für Ihr Anliegen infrage kommt. Dabei geht es auch um Ihre Ziele, Fragen und Erwartungen.

Häufige Fragen

Ist ein stärkerer Laser automatisch wirksamer?
Nein. Auch die bei OrthoCoast verfügbare Maximalleistung von 40 Watt ist kein Versprechen eines besseren Ergebnisses. Entscheidend sind die Erkrankung, das konkrete Verfahren, seine Dosierung und die dazu passenden Nutzenbelege. Ergebnisse zu einem Low-Level-Laser lassen sich nicht ohne Weiteres auf einen Hochleistungslaser übertragen.
Baut Lasertherapie Gelenkknorpel wieder auf?
Ein verlässlich nachgewiesener Wiederaufbau verschlissenen Gelenkknorpels lässt sich nicht beschreiben. Eine mögliche Schmerzlinderung ist etwas anderes als die Wiederherstellung eines Gelenks.
Wie viele Anwendungen sind sinnvoll?
Das lässt sich ohne Kenntnis von Erkrankung, Verfahren und Verlauf nicht seriös festlegen. Vor einer Behandlung sollte klar sein, welches Ziel verfolgt wird und wann gemeinsam beurteilt wird, ob eine Fortsetzung sinnvoll ist.
Kann ich nach Ihrer Empfehlung später einen Behandlungstermin vereinbaren?
Ja. Wenn OrthoCoast die Behandlung in der eigenen Sprechstunde mit Ihnen besprochen und empfohlen hat, nutzen Sie den vereinbarten Anschlussweg. Allein für die Terminplanung ist keine neue Sprechstunde nötig. Veränderte Beschwerden oder neue medizinische Umstände teilen Sie bitte vorher mit. Eine externe Empfehlung ordnen wir zunächst ärztlich ein.
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