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Osteologischer Schwerpunkt

Zentrum für Osteoporose und Osteologie in Wolgast

Ein auffälliger Befund oder ein Knochenbruch wirft Fragen auf. Im osteologischen Schwerpunkt betrachten wir Knochendichte, frühere Brüche und weitere Risikofaktoren gemeinsam. Hier erfahren Sie, wie die Abklärung abläuft und welche nächsten Schritte zu Ihrer Situation passen können.

Symbolmotiv zur Knochengesundheit

Ihr Weg durch die osteologische Abklärung

  1. Vorbereiten

    Mit Ihrer Terminbestätigung erhalten Sie Hinweise zur Vorbereitung. Füllen Sie den zugesandten Fragebogen aus und stellen Sie vorhandene Befunde, Ihre Diagnosen- und Medikamentenliste sowie Angaben zu früheren Knochenbrüchen zusammen. Wenn das digital nicht möglich ist, kann unser Team Sie beim Ausfüllen in der Praxis unterstützen. Beachten Sie dafür bitte die Hinweise zu Ihrer Ankunftszeit.

  2. Gemeinsam untersuchen

    Am Empfang geben Sie Ihre Vorbefunde zum Einscannen ab. Unser Team bespricht Ihre Angaben mit Ihnen, klärt offene Punkte und führt die vorgesehenen körperlichen und funktionellen Untersuchungen durch. Der Arzt entscheidet anschließend, welche ergänzenden Untersuchungen für Sie nötig sind, etwa Labor, DXA-Knochendichtemessung oder Röntgen. Nicht jeder Patient benötigt jede Untersuchung.

  3. Befunde zusammenführen

    Einzelne Ergebnisse, insbesondere Laborwerte, können erst nach Ihrem Praxisbesuch vorliegen. Deshalb ist die Untersuchung nicht immer mit einer abschließenden Behandlungsempfehlung am selben Tag verbunden. Sobald die erforderlichen Befunde vorliegen, beurteilen unsere Ärzte Ihre Gesamtsituation und Ihr persönliches Knochenbruchrisiko.

  4. Die nächsten Schritte klären

    Die ärztliche Einschätzung und Empfehlung werden in einem Bericht festgehalten. Ihr Hausarzt erhält den Bericht; auf Wunsch erhalten auch Sie ihn. Darin wird beschrieben, welche Behandlung beziehungsweise weitere Abklärung empfohlen wird und wer sie übernimmt.

  5. Passend weiterbehandeln

    Eine geeignete Behandlung mit Tabletten kann anschließend in Ihrer Hausarztpraxis besprochen und begonnen werden. Wenn OrthoCoast eine spezielle Therapie übernimmt, zum Beispiel eine Infusionsbehandlung oder eine komplexere Behandlungsfolge, erfolgen Aufklärung, Behandlung und weitere Begleitung bei uns. Ist derzeit kein spezielles Osteoporosemedikament erforderlich, erhalten Sie Empfehlungen zur Knochengesundheit und zur erneuten Beurteilung. Stimmen Sie die empfohlenen nächsten Termine mit der zuständigen Praxis ab.

Fragen Sie nach, wenn Ihnen die Empfehlung oder der weitere Weg noch nicht klar ist. Behandlungsentscheidungen, mögliche Alternativen und Ihre Fragen werden vor dem Beginn einer Therapie besprochen. Die konkrete Reihenfolge richtet sich nach Ihrer Situation; mehrere Untersuchungen am selben Tag werden nicht pauschal zugesagt.

Unterlagen für Ihren Besuch · DXA und Kosten in unserer Praxis · Kontakt und Anfahrt

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Verstehen

Ausführliche Einordnung

Ein Knochenbruch nach einem kleinen Sturz kann das Vertrauen in den eigenen Körper verändern. Plötzlich steht die Frage im Raum, ob auch alltägliche Belastungen gefährlich werden könnten. Vielleicht kommen Sie mit einer ganz anderen Ausgangssituation: Eine DXA-Messung war auffällig, ein Medikament beeinflusst möglicherweise Ihre Knochen oder eine bereits begonnene Behandlung wirft neue Fragen auf. Im osteologischen Schwerpunkt von OrthoCoast möchten wir Ihre Knochengesundheit im Zusammenhang beurteilen. Ziel ist, Ihr persönliches Knochenbruchrisiko nachvollziehbar einzuordnen und eine Behandlung zu planen, die Ihre Beweglichkeit und Selbstständigkeit unterstützt.

Welche Fragen Sie zu uns führen können

Osteologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit Erkrankungen des Knochens beschäftigt. Osteoporose bildet einen wichtigen Teil davon. Für Sie kann die Frage sein, ob überhaupt eine Erkrankung vorliegt, weshalb ein Bruch entstanden ist oder welche Behandlung bei Ihrem Risiko sinnvoll ist. Auch im Verlauf kann eine erneute Einordnung erforderlich werden. Vielleicht vertragen Sie ein Medikament nicht gut, eine Begleiterkrankung ist hinzugekommen oder Sie wissen nicht, wie lange die Behandlung weitergehen soll. Solche Fragen lassen sich besser beantworten, wenn frühere Befunde, Frakturen und Therapien zusammen betrachtet werden. Wir möchten ein erhöhtes Knochenbruchrisiko möglichst erkennen, bevor der erste Bruch entsteht. Eine Abklärung kann daher auch dann sinnvoll sein, wenn Sie sich belastbar fühlen und noch keine Fraktur erlebt haben. Welche Diagnostik dafür erforderlich ist, klären wir mit Ihnen anhand Ihrer Risikokonstellation.

Nach einem Knochenbruch weiterdenken

Nach einem Bruch stehen zunächst Heilung, Schmerzbehandlung und das Wiedererlangen von Bewegung im Vordergrund. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob eine verminderte Knochenfestigkeit beteiligt war und wie weitere Brüche möglichst verhindert werden können. Für diese Einschätzung ist der Unfallhergang wichtig. Ein Bruch nach geringer Belastung kann Anlass für eine osteologische Abklärung sein. Entlassungsberichte und vorhandene Bilder helfen, an die bisherige Versorgung anzuknüpfen. Die Behandlung des Bruchs und die Behandlung eines erhöhten Frakturrisikos erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

Diagnostik & Behandlung

Vom Befund zu einer persönlichen Risikoeinschätzung

Ein Knochendichtewert ist eine wichtige Information, beschreibt Ihre Situation aber nur teilweise. Für die Wahrscheinlichkeit eines Knochenbruchs spielen auch frühere Brüche, Lebensalter, bestimmte Erkrankungen und Medikamente eine Rolle. Hinzu kommt, wie sicher Sie sich bewegen und ob Sie bereits gestürzt sind. In der strukturierten osteologischen Abklärung werden diese Informationen zusammengeführt. Wir fragen beispielsweise, unter welchen Umständen ein Bruch aufgetreten ist und welche Behandlungen bereits stattgefunden haben. So wird aus mehreren Einzelbefunden eine Grundlage für die Entscheidung, wie dringlich und in welchem Umfang eine Therapie sinnvoll sein kann.

Welche Aufgabe die DXA übernimmt

Die DXA-Knochendichtemessung erfasst die Knochenmineraldichte an ausgewählten Stellen, üblicherweise an Lendenwirbelsäule und Hüfte. Sie hilft, eine verminderte Knochendichte festzustellen und das Frakturrisiko einzuordnen. Die ärztliche Befundbewertung berücksichtigt dabei auch, ob die Messung zuverlässig interpretierbar ist. Wenn Sie bereits eine DXA-Untersuchung hatten, bringen Sie möglichst den vollständigen Befund und frühere Vergleichsmessungen mit. Eine einzelne Zahl ohne Angaben zur Messregion und zum Zeitpunkt reicht für einen sinnvollen Vergleich häufig nicht aus. Ob eine neue Messung erforderlich ist, wird anhand Ihrer Situation entschieden.

Warum manchmal Laboruntersuchungen hinzukommen

Eine verminderte Knochendichte kann mit unterschiedlichen medizinischen Zusammenhängen verbunden sein. Laboruntersuchungen können helfen, Hinweise auf andere Erkrankungen des Knochenstoffwechsels oder auf Faktoren zu finden, die bei der Behandlung berücksichtigt werden müssen. Welche Werte benötigt werden, richtet sich nach der Fragestellung. Ein Laborbefund kann außerdem für die sichere Auswahl einer medikamentösen Therapie wichtig sein, etwa wenn eine Begleiterkrankung vorliegt. Deshalb hat die Untersuchung eine konkrete Aufgabe. Ein möglichst umfangreiches Laborpaket ist nicht automatisch aussagekräftiger.

Behandlung an Risiko und Alltag ausrichten

Zur Versorgung gehören Beratung zu Ernährung, Bewegung, Knochengesundheit und Sturzprävention sowie bei entsprechender Indikation eine medikamentöse Osteoporosetherapie. Die Auswahl richtet sich nach dem individuellen Risiko, bisherigen Brüchen, möglichen Gegenanzeigen und Ihren bisherigen Behandlungen. Es gibt Medikamente, die den Knochenabbau bremsen, und solche, die den Knochenaufbau fördern. Welche Möglichkeit zu Ihnen passt, lässt sich nicht allein anhand eines DXA-Wertes entscheiden. Auch die praktische Anwendung zählt: Eine Therapie muss sich verlässlich durchführen lassen. Wenn Sie Bedenken wegen Nebenwirkungen oder Schwierigkeiten mit der Einnahme haben, gehören diese frühzeitig ins Gespräch. Eine Behandlung wird mit einem Plan für die weitere Kontrolle verbunden. Dabei geht es auch darum, wann neu beurteilt wird und was bei einer Unterbrechung oder einem Wechsel zu beachten ist. Bitte setzen Sie Osteoporosemedikamente nicht ohne Rücksprache ab.

Sicherer bewegen und Selbstständigkeit erhalten

Bei Osteoporose entsteht verständlicherweise manchmal die Sorge, sich bei Bewegung zu verletzen. Welche Belastung sinnvoll ist, hängt jedoch von Ihrer Knochenfestigkeit, möglichen Frakturen und Ihrer körperlichen Ausgangssituation ab. Ein angepasster Aufbau von Kraft und Gleichgewicht kann dazu beitragen, im Alltag sicherer zu werden. Sturzprävention beginnt oft bei konkreten Beobachtungen. Wird Ihnen beim Aufstehen schwindelig? Fühlen Sie sich auf unebenem Boden unsicher? Haben Sie nach einem Sturz Ihre Wege eingeschränkt? Solche Angaben helfen, passende Maßnahmen zu besprechen. Eine Empfehlung soll an dem ansetzen, was Sie im Alltag tatsächlich brauchen und umsetzen können. Wir beziehen die Muskulatur in diese Betrachtung ein. Die BIA mit dem seca mBCA ergänzt Angaben zu Muskelmasse und Körperzusammensetzung. Kraftmessungen und Funktionstests zeigen zusätzlich, wie Sie die vorhandene Muskulatur im Alltag einsetzen können. Wenn Knochenschwund und Sarkopenie zusammen auftreten, wird dies als Osteosarkopenie bezeichnet. Die Ergebnisse helfen uns, den Handlungsbedarf für Ihre Knochen und Muskulatur gemeinsam einzuordnen.

Ihr Besuch

Was Sie für das Gespräch mitbringen können

Hilfreich sind frühere DXA-Befunde, Berichte über Knochenbrüche und eine aktuelle Medikamentenliste. Notieren Sie möglichst auch, welche Osteoporosemittel Sie bisher erhalten haben und wann zuletzt eine Einnahme, Injektion oder Infusion erfolgte. Vorhandene relevante Laborbefunde können die Unterlagen ergänzen. Sie müssen daraus keine eigene medizinische Bewertung erstellen. Wenn etwas fehlt oder Sie einen Behandlungsnamen nicht mehr wissen, teilen Sie das mit. Wichtig ist, Unsicherheiten sichtbar zu machen, damit die weitere Planung auf verlässlichen Angaben beruht. Bringen Sie bitte auch eine aktuelle Diagnosenliste mit. Bei früheren Röntgen-, MRT- oder CT-Untersuchungen benötigen wir nach Möglichkeit den schriftlichen Befund und die Bilder, etwa über einen QR-Code oder auf CD.

Knochengesundheit einordnen lassen

Wenn Sie Ihr Risiko verstehen, einen auffälligen Befund besprechen oder eine laufende Osteoporosebehandlung einordnen lassen möchten, nehmen Sie über „Termin und Anliegen“ Kontakt auf. Geben Sie kurz an, ob bereits eine Diagnose oder ein Knochenbruch vorliegt. Welche Untersuchungen benötigt werden und welche Kostenregelung im Einzelfall gilt, wird für die konkrete Versorgung geklärt. Die medizinische Empfehlung und die Frage einer Kostenübernahme werden dabei getrennt betrachtet. Die DXA-Knochendichtemessung bieten wir bei OrthoCoast als Selbstzahlerleistung an. Unsere Praxis hat für diese Untersuchung keine Abrechnungsgenehmigung gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung. Vor der Untersuchung erläutern wir Ihnen den vorgesehenen Leistungsumfang und die voraussichtlichen Kosten. Informationen zum Termin für die Messung finden Sie auf unserer DXA-Seite.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Hier lernen Sie unser ärztliches Team für Knochengesundheit kennen. Wir besprechen gemeinsam, welche Fragen zu Ihren Knochen und Ihrem Alltag wichtig sind.

Die Ärzte im osteologischen Schwerpunkt

Prof. Dr. med. habil. Hans-Christof Schober, Dr. med. Christoph Jährling, Björn Weidemann und Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch betreuen die osteologische Versorgung bei OrthoCoast. Hans-Christof Schober, Christoph Jährling und Björn Weidemann führen die Bezeichnung Osteologe DVO. Prof. Dr. med. habil. Hans-Christof Schober bringt internistische und endokrinologische Expertise ein. Dr. med. Christoph Jährling, Björn Weidemann und Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch sind Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie. Zu unserem gemeinsamen Versorgungsbereich gehören die Osteoporose-Abklärung und Frakturrisikobewertung, die DXA-Befundbewertung, osteologische Labordiagnostik sowie Behandlung und Verlaufskontrolle. Prof. Schober hat als Mitglied der Leitlinienkommission an der DVO-Leitlinie Osteoporose 2023 mitgewirkt. Auf den Arztprofilen finden Sie die jeweils erworbenen Qualifikationen. Welche Sprechstunde für Ihr Anliegen passt, stimmen wir mit Ihnen ab.

Häufige Fragen

Kann ich eine Abklärung wünschen, obwohl ich keine Schmerzen habe?
Ja. Eine verminderte Knochenfestigkeit kann lange ohne Beschwerden bestehen. Ob eine Abklärung für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihren Risikofaktoren und der Frage ab, welche Konsequenzen sich aus dem Ergebnis ergeben würden.
Reicht es, wenn ich nur meinen T-Score angebe?
Für eine vollständige Einordnung ist der gesamte Messbefund hilfreicher. Messregion, Zeitpunkt und mögliche Besonderheiten beeinflussen die Interpretation. Zusätzlich werden persönliche Risikofaktoren und frühere Knochenbrüche berücksichtigt.
Kann eine Behandlung nach einem Bruch noch etwas bewirken?
Nach einem osteoporotischen Bruch ist es besonders sinnvoll, das Risiko weiterer Brüche zu beurteilen. Die Möglichkeiten richten sich nach Ihrer Gesamtsituation. Die Abklärung ersetzt die Versorgung des aktuellen Bruchs nicht, sondern ergänzt sie um die Frage der weiteren Knochenstabilität.
Wie oft muss eine Osteoporosetherapie kontrolliert werden?
Die Abstände hängen von Medikament, Verlauf, Begleiterkrankungen und anstehenden Entscheidungen ab. Eine Kontrolle kann Gespräch, Untersuchung, Labor oder gegebenenfalls eine Verlaufsmessung umfassen. Nicht jeder Kontrolltermin erfordert eine neue DXA.
Sind Männer in diesem Schwerpunkt ebenfalls richtig?
Ja. Osteoporose betrifft auch Männer. Ursache, Risikoprofil und Behandlung müssen individuell beurteilt werden. Eine verminderte Knochenfestigkeit sollte bei Männern ebenso ernst genommen werden wie bei Frauen.
Wie gehe ich mit Nebenwirkungen oder einer verpassten Medikamentengabe um?
Kontaktieren Sie die behandelnde Praxis und nennen Sie das Präparat sowie den vorgesehenen beziehungsweise tatsächlichen Zeitpunkt. Manche Behandlungen brauchen bei Unterbrechung einen gezielten Anschlussplan. Ändern oder beenden Sie die Therapie deshalb nicht eigenständig.
Kann ich eine bereits begonnene osteologische Behandlung zu OrthoCoast verlegen?
Wenn Ihre Knochendichte innerhalb der vergangenen 18 Monate in einer anderen Praxis bestimmt wurde und dort eine osteologische Betreuung begonnen hat, bitten wir Sie, die Behandlung zunächst dort fortzusetzen. Eine Übernahme eines gerade begonnenen Behandlungsfalls stimmen wir in Ausnahmefällen mit der bisher behandelnden Praxis ab. Hat Ihre bisherige Ärztin oder Ihr bisheriger Arzt die Tätigkeit beendet, können wir Ihre weitere Betreuung nach Abstimmung übernehmen. Bitte nennen Sie uns den bisherigen Behandlungsort und das Datum der letzten osteologischen Einschätzung bereits bei der Anfrage. Bitte bringen Sie auch Ihre bisherigen osteologischen Einschätzungen mit. Bei akuten neuen Beschwerden warten Sie unabhängig davon keine reguläre Terminabstimmung ab.

Osteoporose · Flyer

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