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Schwerpunkt

Rückenschmerz­therapie bei OrthoCoast

Länger sitzen, wieder spazieren gehen oder sich im Alltag leichter bewegen: Ihre Ziele bestimmen mit, worauf es bei der Behandlung ankommt. Wir ordnen Beschwerden und Befunde ein und besprechen konservative und schmerztherapeutische Möglichkeiten.

Vorhandenes maritimes Themenmotiv zur Wirbelsäule
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Verstehen

Ausführliche Einordnung

Sie möchten wieder länger sitzen können, ohne ständig die Position wechseln zu müssen. Oder einen Spaziergang planen, bei dem der Rücken nicht schon vorher die Strecke bestimmt. Vielleicht haben Sie mehrere Behandlungen ausprobiert und wünschen sich vor allem eine nachvollziehbare Einschätzung, wie es weitergehen kann. Unsere Rückenschmerztherapie in Wolgast beginnt mit der Frage, welche Beschwerden Sie haben und wodurch sie sich erklären lassen. Wir besprechen mit Ihnen, welche konservativen und schmerztherapeutischen Möglichkeiten zu Ihrer Situation passen und woran sich ihr Nutzen im Alltag erkennen lässt.

Ein Behandlungsziel das für Ihren Alltag zählt

Schmerzen zu lindern ist ein wichtiges Ziel. Für Sie macht sich eine Verbesserung aber oft an etwas Konkretem fest: Sie schlafen wieder länger, kommen im Beruf besser zurecht oder trauen sich eine bestimmte Bewegung wieder zu. Diese Ziele helfen, die Behandlung auszurichten. Wir möchten deshalb wissen, was bisher versucht wurde, was Ihnen geholfen hat und woran eine Maßnahme gescheitert ist. Vielleicht waren Übungen zu schmerzhaft oder zeitlich kaum durchzuhalten. Vielleicht hat ein Medikament zwar gelindert, aber unerwünschte Wirkungen verursacht. Daraus lässt sich für die nächste Entscheidung lernen.

Befunde zusammenführen und die Ursache eingrenzen

Für die Planung betrachten wir Ihre Krankengeschichte, die körperliche Untersuchung und vorhandene Befunde. Bei ausstrahlenden Beschwerden ist beispielsweise relevant, ob eine Nervenwurzel gereizt sein könnte. Bei anderen Verläufen stehen Bewegung, muskuläre Belastbarkeit oder mehrere Einflussfaktoren im Vordergrund. Eine Aufnahme kann diese Einschätzung ergänzen, wenn sie eine konkrete Frage beantwortet. Sie ersetzt die Untersuchung nicht. Auch nach mehreren Vorbehandlungen lohnt es sich, zu prüfen, ob die bisherige Erklärung noch zu Ihrem aktuellen Beschwerdebild passt. Weiterführende Bildgebung wird bei entsprechender Fragestellung veranlasst und eingeordnet.

Behandlungsmöglichkeiten

Bewegung wieder möglich machen

Bei vielen Rückenproblemen gehört eine angepasste Aktivität zur Behandlung. Dafür braucht es ein Maß, das zu Ihrer Belastbarkeit passt. Wenn Sie sich wegen der Schmerzen über längere Zeit weniger bewegt haben, kann ein schrittweiser Aufbau sinnvoller sein als ein sofort anspruchsvolles Programm. Unsere Bewegungs- und Trainingsberatung soll Ihnen helfen, diesen Einstieg zu finden. Wir besprechen, was Sie im Alltag verändern können und welche therapeutische Unterstützung infrage kommt. Ein vorübergehender schmerzlindernder Baustein kann dabei helfen, wieder aktiv zu werden. Entscheidend bleibt, wie sich die Belastbarkeit entwickelt und ob Sie den Plan umsetzen können.

Manuelle Medizin verständlich eingeordnet

Die Manuelle Medizin nutzt gezielte Untersuchung und Behandlung mit den Händen. Sie kann bei bestimmten Funktionsstörungen infrage kommen, wenn der Befund und Ihre gesundheitliche Situation dazu passen. Vorher muss beurteilt werden, ob Gründe gegen eine solche Behandlung sprechen. Für die Auswahl ist wichtig, welche Bewegung eingeschränkt ist und wie sich die Beschwerden dabei verändern. Bei einem frischen Bruch oder anderen bestimmten Erkrankungen gelten besondere Grenzen. Eine manuelle Behandlung wird deshalb nicht allein aus dem Gefühl abgeleitet, dass sich etwas „blockiert“ anfühlt. Sie lässt sich gegebenenfalls mit aktiven Maßnahmen verbinden. Als ergänzende physikalische Behandlung steht bei uns die Evocell-Mechanotransduktionsliege zur Verfügung. Bei ausgewählten Beschwerden mit muskulärer Anspannung, schmerzhaften Muskelverhärtungen oder segmentalen Blockierungen kann sie mit dem Ziel der Entspannung und Schmerzlinderung eingesetzt werden. Die Anwendung wird anhand Ihrer Befunde mit Bewegung und gegebenenfalls anderen Maßnahmen abgestimmt. Ein Lösen von Gelenkblockierungen ist das Ziel, lässt sich jedoch generalisiert für alle Patienten nicht ableiten.

Medikamente mit einem klaren Zweck einsetzen

Eine medikamentöse Schmerztherapie kann sinnvoll sein, wenn Schmerzen Schlaf, Bewegung oder die Teilnahme an einer anderen Behandlung erheblich erschweren. Welche Arzneimittel infrage kommen, hängt unter anderem von der Schmerzart, Begleiterkrankungen und den bereits eingenommenen Medikamenten ab. Gemeinsam wird abgewogen, welcher Nutzen zu erwarten ist und welche Risiken berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören auch die geplante Anwendungsdauer und die Frage, wann die Wirkung überprüft wird. Bitte verändern Sie eine bestehende Medikation nicht aufgrund eines allgemeinen Website-Textes. Bringen Sie eine aktuelle Liste mit, einschließlich frei gekaufter Mittel.

Was bildgestützte Infiltrationen leisten können

Bei einer Infiltration wird ein Medikament gezielt in einen zuvor festgelegten Bereich eingebracht. Bildgebung kann dabei helfen, die anatomischen Verhältnisse und die Position der Nadel zu beurteilen. Welches bildgebende Verfahren und welches Medikament geeignet sind, hängt von der jeweiligen Behandlung ab. Das Ziel kann sein, eine eingeordnete Reizung zu lindern und dadurch Bewegung wieder zu erleichtern. Vor einer Entscheidung müssen wir besprechen, wie gut die vermutete Schmerzquelle zu Ihren Befunden passt, welche Alternativen bestehen und wie der Nutzen überprüft werden soll. Eine technisch präzise Platzierung allein garantiert noch keine anhaltende Besserung.

Wann eine PRT infrage kommen kann

Die periradikuläre Therapie, kurz PRT, richtet sich an den Bereich einer Nervenwurzel. Sie kann bei ausgewählten Beschwerden erwogen werden, wenn eine Nervenreizung die Schmerzen plausibel erklärt. Ausstrahlende Schmerzen sind dafür ein möglicher Hinweis; sie ersetzen jedoch keine ärztliche Diagnose. Vorher werden vorhandene Bilder, Untersuchung und Verlauf zusammengeführt. Außerdem müssen Risiken wie Blutungsneigung, Infektionen, Allergien und mögliche Medikamentenwechselwirkungen berücksichtigt werden. Zu den möglichen Komplikationen einer Injektion gehören unter anderem Blutung, Infektion und eine Schädigung benachbarter Strukturen; selten können schwere neurologische Komplikationen auftreten. Die persönliche Aufklärung erläutert das konkrete Verfahren. Eine PRT kann nicht jede Ursache von Rückenbeschwerden behandeln. Bei neuen oder zunehmenden Lähmungen muss zunächst geklärt werden, ob eine andere, dringliche Versorgung erforderlich ist.

Behandlungsschritte überprüfen und anpassen

Eine Therapieentscheidung ist auch eine Vereinbarung darüber, was anschließend beobachtet wird. Können Sie wieder länger gehen? Brauchen Sie weniger Unterbrechungen? Hat sich der Schlaf verändert? Ihre Rückmeldung hilft, Wirkung und Belastung einer Maßnahme abzuwägen. Wenn der erwartete Nutzen ausbleibt, sollte die Behandlung nicht allein aus Gewohnheit fortgesetzt werden. Dann sind Diagnose, Ziel und bisheriges Vorgehen erneut zu betrachten. Bei komplexen oder anhaltenden Verläufen kann zusätzliche fachliche Unterstützung nötig sein. Auch die Frage nach einer operativen Beurteilung wird anhand der medizinischen Situation besprochen.

Ihr Besuch

Vorbereitung und nächster Schritt

Hilfreich sind vorhandene Arztbriefe und Bildbefunde, Ihre Medikamentenliste und Angaben zu bisherigen Behandlungen. Überlegen Sie gern, welche konkrete Alltagssituation sich verbessern soll. Falls Ihnen bereits eine PRT oder andere Behandlung empfohlen wurde, nennen Sie das bei der Kontaktaufnahme. Über „Termin und Anliegen“ können Sie die Abklärung oder das weitere Vorgehen mit der Praxis besprechen. Falls einzelne Leistungen selbst zu bezahlen sind, gehören die genaue Leistung und die individuellen Kosten vor der Entscheidung geklärt. Die Terminvereinbarung allein legt noch keine Therapie fest. Bitte bringen Sie vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Untersuchungen möglichst mit dem schriftlichen Befundbericht und den zugehörigen Bildern mit, zum Beispiel über einen Bildzugang mit QR-Code oder auf CD. Eine aktuelle Diagnosen- und Medikamentenliste hilft uns, Begleiterkrankungen und Behandlungen zu berücksichtigen. Für die erste Abklärung müssen Sie nicht selbst eine neue Bildgebung veranlassen.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Diese Ärzte begleiten die ärztliche Planung Ihrer Behandlung. Gemeinsam besprechen wir Ihre Beschwerden und welche Veränderungen Ihnen im Alltag besonders wichtig sind.

Die Ärzte für Rücken und Schmerztherapie

Ihre Hauptansprechpartner für Rücken und Schmerztherapie sind Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann. Sie betreuen die konservative Wirbelsäulenbehandlung und Manuelle Medizin ebenso wie bildgestützte Schmerztherapie, PRT und medikamentöse Schmerztherapie. Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt von Richard Kasch war die Rückenschmerzforschung. Erkenntnisse aus längeren Forschungsaufenthalten in Australien brachte er zunächst in seine Arbeit in Greifswald und später bei OrthoCoast in Wolgast ein. Mehr zu diesem Hintergrund erfahren Sie in seinem Arztprofil. Auf den Arztprofilen finden Sie die jeweiligen Qualifikationen. Wir stimmen mit Ihnen ab, welche Sprechstunde zu Ihrem Anliegen passt. Informationen zu ärztlichen Vertretungen finden Sie in unserer Ärzteübersicht.

Häufige Fragen

Kann ich zur Schmerztherapie kommen, wenn ich schon mehrere Behandlungen hatte?
Eine erneute Einordnung kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden anhalten oder der bisherige Nutzen nicht ausreicht. Vorbefunde und Angaben zu Wirkung beziehungsweise Nebenwirkungen helfen, an die bisherige Versorgung anzuknüpfen. Eine bestimmte Behandlung lässt sich daraus vorab nicht zusagen.
Ist bei jeder Behandlung eine Spritze vorgesehen?
Nein. Konservative Behandlung umfasst auch Beratung, aktive Maßnahmen, Manuelle Medizin und gegebenenfalls Medikamente. Injektionen werden nur bei einer passenden medizinischen Fragestellung erwogen und mit Alternativen abgewogen.
Wie viele Termine oder Injektionen brauche ich?
Dafür gibt es keine Zahl, die für alle Rückenbeschwerden passt. Umfang und Abstände richten sich nach Diagnose, Verfahren und Verlauf. Vor Beginn sollte klar sein, welches Ziel verfolgt wird und wann entschieden wird, ob der nächste Schritt sinnvoll ist.
Kann ich Medikamente vor einer Infiltration weiternehmen?
Teilen Sie alle Medikamente mit, besonders solche, die die Blutgerinnung beeinflussen. Ob eine Anpassung erforderlich ist, entscheidet der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung des Eingriffs und Ihrer übrigen Erkrankungen. Setzen Sie Medikamente nicht eigenständig ab.
Wann darf ich nach einer Behandlung wieder arbeiten oder Sport treiben?
Das hängt vom Verfahren, möglichen Medikamentenwirkungen und Ihrer Tätigkeit ab. Lassen Sie sich vorab erklären, was am Behandlungstag und danach gilt. Allgemeine Angaben auf der Website ersetzen diese individuellen Hinweise nicht.
Übernimmt meine Krankenkasse die Behandlung?
Die Kostenfrage muss für die konkret geplante Leistung und Ihren Versicherungsstatus geklärt werden. Aus der Bezeichnung „Schmerztherapie“ lässt sich keine pauschale Erstattung ableiten. Wenn Eigenkosten entstehen können, erhalten Sie vor Ihrer Entscheidung eine verständliche Kosteninformation. Möchten Sie als gesetzlich versicherter Patient eine Leistung selbst bezahlen, die Ihre Krankenkasse nicht übernimmt, erhalten Sie vorab einen Kostenvoranschlag. Wir erbringen diese Leistung erst, nachdem Sie Behandlungswunsch und Kostenübernahme mit Ihrer Unterschrift bestätigt haben.
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