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Körperregion

Rücken und Wirbelsäule

Eine längere Autofahrt, das Bücken im Garten oder der Weg zum Einkauf werden anstrengend, weil der Rücken nicht mehr so mitmacht wie gewohnt. Vielleicht bleibt der Schmerz an einer Stelle. Vielleicht zieht er ins Gesäß oder Bein. Haben Sie schon einen Befund, zum Beispiel vom Röntgen oder MRT? Wir erklären Ihnen, ob er zu Ihren Beschwerden passt.

Symbolmotiv zur Wirbelsäule
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Bei diesen Veränderungen rasch Hilfe suchen

Neue Schwierigkeiten, Blase oder Darm zu kontrollieren, Taubheit im Schritt oder eine zunehmende Lähmung im Bein müssen sofort medizinisch abgeklärt werden. Warten Sie damit nicht auf einen regulären Termin bei uns. Bei einer akuten schweren Situation rufen Sie 112 oder wenden sich unmittelbar an eine Notaufnahme. Auch Schmerzen nach einem Unfall, Rückenschmerzen mit Fieber oder eine auffällige Verschlechterung bei bekannten Risikofaktoren sollten zeitnah ärztlich beurteilt werden. Die Stärke des Schmerzes allein sagt nicht zuverlässig, wie dringlich die Ursache ist.

Verstehen

Ausführliche Einordnung

Auf dieser Seite finden Sie eine Orientierung zu Rücken und Wirbelsäule. Sie erfahren, welche Unterschiede für die Abklärung wichtig sind und wo Sie zu Ihrem Anliegen weiterlesen können.

Was Rückenbeschwerden für Sie bedeuten

„Rückenschmerzen“ kann sehr Verschiedenes beschreiben. Manche Menschen haben seit wenigen Tagen Schmerzen im Kreuz, andere spüren sie bei fast jeder Belastung. Wieder andere können eine bestimmte Strecke gehen und müssen dann wegen Beschwerden in Rücken oder Beinen stehen bleiben. Für die Beurteilung möchten wir wissen, wie sich Ihr Problem entwickelt hat. Der zeitliche Verlauf und die Situationen, in denen Beschwerden auftreten, geben Hinweise, die ein Bild allein nicht liefern kann. Auch die Frage, was Sie vermeiden oder nicht mehr schaffen, gehört dazu. Ihr Ziel kann ein Arbeitstag mit weniger Unterbrechungen sein oder wieder mehr Sicherheit beim Spaziergang.

Wie die Wirbelsäule Bewegung ermöglicht

Die Wirbelsäule trägt den Oberkörper und ermöglicht zugleich Bewegung. Zwischen den Wirbelkörpern liegen Bandscheiben; kleine Wirbelgelenke führen die Bewegung mit. Muskeln und Bänder unterstützen dieses Zusammenspiel. Im Wirbelkanal und an seinen Austrittsstellen verlaufen Nerven. Beschwerden können daher aus unterschiedlichen Zusammenhängen entstehen. Muskuläre Belastung, Veränderungen an Gelenken oder Bandscheiben und eine Reizung von Nerven werden unterschiedlich beurteilt. Häufig lässt sich der Schmerz auch nach sorgfältiger Untersuchung keiner einzelnen Struktur sicher zuordnen. Trotzdem können sich sinnvolle Behandlungsschritte ergeben.

Weitere Informationen

Wenn der Schmerz ins Bein zieht

Ein ausstrahlender Schmerz verdient eine genauere Beschreibung. Zieht er nur bis ins Gesäß oder bis zum Fuß? Kommen Kribbeln, Taubheit oder ein Gefühl von Schwäche hinzu? Solche Unterschiede helfen zu beurteilen, ob eine Nervenreizung beteiligt sein könnte. Ein Bandscheibenvorfall ist eine mögliche Erklärung, aber nicht jede Ausstrahlung bedeutet einen Vorfall. Auch eine Einengung des Wirbelkanals kann eine Rolle spielen. Bei dieser sogenannten Spinalkanalstenose können Beschwerden beim Gehen und Stehen auftreten. Welche Ursache tatsächlich vorliegt, ergibt sich aus dem Gesamtbild der Untersuchung.

Wenn Sie einen Befund verstehen möchten

Begriffe wie „degenerative Veränderungen“, „Protrusion“ oder „Stenose“ wirken im Arztbrief oft bedrohlich. Sie beschreiben zunächst Veränderungen, deren Bedeutung eingeordnet werden muss. Eine Protrusion ist beispielsweise eine Vorwölbung einer Bandscheibe. Ob sie für Ihre Schmerzen verantwortlich ist, lässt sich aus dem Wort allein nicht ableiten. Wir betrachten deshalb, ob Lage und Ausprägung eines Befundes zu Ihren Beschwerden und zur körperlichen Untersuchung passen. So kann ein vorhandenes Bild eine Behandlung begründen, eine Vermutung relativieren oder eine weitere Frage aufwerfen. Bringen Sie vorhandene Bilder und Berichte möglichst mit; eine neue Untersuchung ist nicht automatisch der nächste Schritt.

Rückenbeschwerden und Knochengesundheit

Bei neuem Rückenschmerz kann auch die Festigkeit der Wirbelkörper wichtig sein. Das gilt insbesondere, wenn Osteoporose bekannt ist, schon Knochenbrüche aufgetreten sind oder ein Schmerz nach einer vergleichsweise geringen Belastung begonnen hat. Ein Wirbelkörperbruch muss anders beurteilt werden als eine muskuläre Beschwerde. Unser eigener Einstieg „Knochengesundheit und Osteoporose“ führt zu dieser Fragestellung. Er kann auch dann hilfreich sein, wenn Sie zunächst wegen Ihres Rückens auf die Website gekommen sind. Eine Knochendichtemessung ersetzt dabei keine Untersuchung eines neu aufgetretenen akuten Schmerzes. Eine verminderte Knochenfestigkeit kann auch Brüche am Handgelenk, am Oberarm nahe der Schulter oder an der Hüfte, beispielsweise am Schenkelhals, begünstigen. Deshalb betrachten wir einen möglichen osteoporotischen Wirbelkörperbruch zusammen mit Ihrem Risiko für weitere Knochenbrüche.

So finden Sie die passende Vertiefung

Wenn Sie zunächst verstehen möchten, was hinter Rückenschmerzen stehen kann und wann sie abgeklärt werden sollten, lesen Sie die Seite „Rückenschmerzen“. Sie erläutert auch, welche Rolle Bewegung und eine gezielt ausgewählte Bildgebung spielen. Die Schwerpunktseite „Rückenschmerztherapie“ beschreibt dagegen unser Versorgungsangebot. Dort erklären wir, wie konservative Behandlung, Medikamente und gegebenenfalls bildgestützte Verfahren zusammenpassen. Für eine bereits empfohlene PRT oder Infiltration finden Sie unter „Therapien“ eine eigene Erläuterung.

Ablauf & nächster Schritt

Die Abklärung gemeinsam vorbereiten

Notieren Sie gern, seit wann der Rücken Beschwerden macht und welche Bewegungen oder Belastungen Sie einschränken. Wenn sich Ihre Gehstrecke verändert hat, ist ein alltagsnahes Beispiel hilfreich. Bitte bringen Sie vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Untersuchungen möglichst mit dem schriftlichen Befundbericht und den zugehörigen Bildern mit, zum Beispiel über einen Bildzugang mit QR-Code oder auf CD. Eine aktuelle Diagnosen- und Medikamentenliste hilft uns, Begleiterkrankungen und Behandlungen zu berücksichtigen. Für die erste Abklärung müssen Sie nicht selbst eine neue Bildgebung veranlassen. Ihre Hauptansprechpartner für die konservative Rückenversorgung bei OrthoCoast sind Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann. Die konkrete Zuordnung Ihres Anliegens stimmen wir mit Ihnen ab.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Hier lernen Sie unsere Ärzte für die orthopädische Abklärung kennen. Wir besprechen mit Ihnen, welche Beschwerden Sie beschäftigen und was Ihnen im Alltag wichtig ist.

Häufige Fragen

Ist jeder Rückenschmerz eine Erkrankung der Wirbelsäule?
Nein. Schmerzen können durch das Zusammenspiel verschiedener Strukturen entstehen; gelegentlich haben sie auch eine Ursache außerhalb des Bewegungsapparates. Deshalb gehören neben der Untersuchung Fragen zu Begleitbeschwerden und Vorerkrankungen zur Abklärung.
Bedeutet ein Bandscheibenbefund, dass ich operiert werden muss?
Aus dem Bildbefund allein ergibt sich keine Operationsentscheidung. Entscheidend sind Beschwerden, Untersuchung, Verlauf und mögliche Ausfälle von Nervenfunktionen. Viele Situationen lassen sich konservativ behandeln; bei bestimmten Ausfällen kann eine rasche weitere Abklärung erforderlich sein.
Was gehört eher auf die Seite Rückenschmerzen und was zur Rückenschmerztherapie?
Die Beschwerdeseite hilft Ihnen, Symptome und Abklärung zu verstehen. Die Schwerpunktseite erklärt die Behandlungsmöglichkeiten bei OrthoCoast und die Fragen, nach denen wir sie auswählen.
Kann ich mich trotz eines auffälligen Befundes bewegen?
Das hängt von der Erkrankung und Ihren Beschwerden ab. Ein auffälliges Bild bedeutet nicht automatisch ein Belastungsverbot. Bei einem frischen Bruch oder neurologischen Ausfällen gelten andere Regeln als bei unspezifischen Rückenschmerzen. Lassen Sie sich erklären, was in Ihrer Situation sinnvoll ist.
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