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Diagnostik

Klinische Untersuchung für eine fundierte Diagnose

Was steckt hinter Ihren Beschwerden? Eine möglichst genaue Diagnose ist die Grundlage dafür, die passende Behandlung zu wählen. Bei OrthoCoast in Wolgast führen wir Ihre Krankengeschichte, die körperliche Untersuchung und gegebenenfalls weitere Befunde zusammen. So möchten wir die Ursache Ihrer Beschwerden verstehen und den nächsten Schritt mit Ihnen planen.

Ärztliche Untersuchung mit dem Stethoskop
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Verstehen

Beschwerden verstehen und Ursachen unterscheiden

Ähnliche Beschwerden können unterschiedliche Ursachen haben. Schmerzen an einem Gelenk können beispielsweise vom Gelenk selbst, einer Sehne oder einer benachbarten Struktur ausgehen. Manchmal kommen mehrere Erklärungen infrage. Diese möglichen Alternativen nennen wir Differenzialdiagnosen. Unser Ziel ist, diejenige Diagnose zu finden, die Ihre Beschwerden und die erhobenen Befunde am besten erklärt. Dazu prüfen wir auch, welche Beobachtungen gegen eine erste Vermutung sprechen. Nicht jede Ursache lässt sich beim ersten Termin eindeutig zuordnen; dann besprechen wir, welche Information noch fehlt und wie wir sie gezielt gewinnen können.

Die Krankengeschichte, medizinisch Anamnese genannt, steht am Anfang. Darauf folgt die gezielte körperliche Untersuchung. Anschließend entscheiden wir, ob zum Beispiel Bildgebung oder Laboruntersuchungen notwendig sind. Erst die gemeinsame Beurteilung dieser Informationen ermöglicht eine fundierte Diagnose in der Orthopädie und Osteologie, also auch bei Fragen zur Knochengesundheit.

Wie wir eine erste Vermutung überprüfen

Aus dem Gespräch ergibt sich eine erste Vorstellung davon, was die Beschwerden verursachen könnte. Bei der körperlichen Untersuchung prüfen wir, ob diese Vermutung zu den Befunden passt. Welche Bewegung löst den bekannten Schmerz aus? Ist ein Gelenk stabil? Wie sind Kraft und Gefühl? Je nach Fragestellung untersuchen wir auch benachbarte Körperregionen. Ein einzelner Test entscheidet selten allein über die Diagnose. Entscheidend ist, ob Krankengeschichte, Untersuchungsbefund und bereits vorliegende Ergebnisse zusammenpassen. Widersprechen sie sich, berücksichtigen wir andere mögliche Ursachen und prüfen, ob weitere Untersuchungen die Unterscheidung erleichtern können.

Knochengesundheit und internistische Zusammenhänge

Auch in der Osteologie gehört die klinische Untersuchung zur Abklärung. Neben früheren Knochenbrüchen und Stürzen interessieren uns Veränderungen der Körpergröße, die Haltung und Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie Muskelkraft, Gang und Gleichgewicht. Welche dieser Aspekte wir genauer prüfen, richtet sich nach Ihrer Vorgeschichte und den aktuellen Beschwerden. Ein einzelner Haltungstest kann eine Osteoporose weder sicher feststellen noch ausschließen.

Knochengesundheit hängt zudem mit anderen Erkrankungen und mit Medikamenten zusammen. Deshalb werden bei einer osteologischen Abklärung auch mögliche internistische Ursachen und Begleiterkrankungen berücksichtigt. Gespräch, körperlicher Befund und bei Bedarf gezielte Laboruntersuchungen helfen, solche Zusammenhänge einzuordnen. Die DXA-Knochendichtemessung ergänzt diese Beurteilung mit einer anderen Information: Sie misst die Knochenmineraldichte. Welche Untersuchungen zusammen notwendig sind und ob eine weitere fachärztliche Mitbeurteilung sinnvoll ist, wird individuell entschieden.

Quellen zur klinischen und osteologischen Diagnostik

Weitere Informationen

Ihre Rückmeldung gehört zur Untersuchung

Bitte sagen Sie, wo und wann eine Bewegung Beschwerden auslöst. Es geht nicht darum, einen Test „auszuhalten“ oder ein möglichst großes Bewegungsausmaß zu erreichen. Wenn etwas stark schmerzt oder Sie sich unsicher fühlen, passen wir die Untersuchung an. Auch ein Test, der unauffällig bleibt, kann eine wertvolle Information sein. Einzelne Untersuchungszeichen sind selten für sich allein beweisend. Ihre Bedeutung entsteht aus dem Muster: Welche Beschwerden schildern Sie, was zeigt die Bewegung, gibt es neurologische Auffälligkeiten und welche Befunde liegen bereits vor? Genau deshalb kann eine persönliche Untersuchung nicht vollständig durch einen Fragebogen, ein Bild oder eine Videoszene ersetzt werden.

Ablauf & nächster Schritt

Vom Gespräch zur körperlichen Untersuchung

Zunächst sprechen wir über Beginn, Verlauf und Auswirkungen Ihrer Beschwerden. Wir fragen nach Verletzungen, bisherigen Erkrankungen und Behandlungen, Ihren Medikamenten sowie Belastungen im Alltag. Ihre Beobachtungen helfen uns, die Beschwerden in ihren Zusammenhang einzuordnen und erste mögliche Ursachen abzuwägen. Anschließend richtet sich die körperliche Untersuchung nach dieser Fragestellung. Wir betrachten zum Beispiel Haltung, Gang, Gelenkstellung oder Schwellungen. Wir prüfen Beweglichkeit, tasten die betroffene Region ab und setzen passende Funktionstests ein. Bei ausstrahlenden Beschwerden oder Verdacht auf eine Nervenbeteiligung können Kraft, Reflexe und Gefühl hinzukommen. Nicht jeder Patient benötigt jeden Untersuchungsschritt.

Was Sie vorbereiten können

Bringen Sie vorhandene Arztbriefe, Operationsberichte, Bildaufnahmen mit Befunden und eine aktuelle Medikamentenliste mit. Bei einem neuen Unfall sind Zeitpunkt und Mechanismus hilfreich. Bei länger bestehenden Beschwerden können Sie notieren, welche Tätigkeit wie lange möglich ist und wodurch es besser oder schlechter wird. Bequeme Kleidung erleichtert die Untersuchung. Je nach Körperregion kann es erforderlich sein, das betroffene Gelenk oder den Rücken freizumachen. Ihre Privatsphäre bleibt dabei wichtig; sprechen Sie an, wenn Sie eine Erklärung vor einem Untersuchungsschritt wünschen oder eine Begleitperson dabeihaben möchten. Hilfsmittel wie Orthese, Einlage, Gehstock oder Schiene sollten Sie mitbringen, wenn sie zum Problem oder zur bisherigen Behandlung gehören.

Weitere Befunde einordnen und die Diagnose besprechen

Nach Gespräch und körperlicher Untersuchung beurteilen wir, ob die vorhandenen Informationen für eine Diagnose und die weitere Planung ausreichen. Wenn eine wichtige Frage offenbleibt, können je nach Verdacht Ultraschall, Röntgen, MRT, CT, Funktionsdiagnostik, Laboruntersuchungen oder eine weitere fachärztliche Einschätzung sinnvoll sein. Welche Untersuchung geeignet ist, hängt davon ab, welche möglichen Ursachen wir voneinander unterscheiden müssen. Zusätzliche Befunde werden anschließend mit Ihrer Krankengeschichte und dem Untersuchungsbefund zusammengeführt. Ein auffälliges Bild oder ein einzelner Laborwert erklärt Beschwerden nicht automatisch. Wir besprechen mit Ihnen, welche Diagnose am besten zu den Ergebnissen passt, wie sicher diese Einschätzung ist und welche Behandlung oder weitere Abklärung daraus folgt. Wenn sich Beschwerden verändern oder neue Befunde hinzukommen, überprüfen wir die bisherige Einschätzung.

Wichtig für Ihre Entscheidung

Ärzte, Termin und mögliche Kosten

Ihre Ansprechpartner für die klinische orthopädische Untersuchung sind Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann. Auch Dipl. med. Matthias Dallmann übernimmt Untersuchungen im Rahmen einer persönlich abgestimmten Vertretung. Welcher Arzt Ihren Termin übernimmt, stimmen wir nach Ihrem Anliegen und den verfügbaren Terminen ab. Für den Einstieg nutzen Sie „Termin & Anliegen“. Als gesetzlich versicherter Patient müssen Sie für den Sprechstundenkontakt und Leistungen, die über Ihre Krankenkasse abgerechnet werden, keine Selbstzahlervereinbarung unterschreiben. Möchten Sie eine zusätzliche Leistung nutzen, die Ihre Krankenkasse nicht übernimmt, erhalten Sie vorher einen Kostenvoranschlag. Wir besprechen den Leistungsumfang und die voraussichtlichen Kosten mit Ihnen. Diese Selbstzahlerleistung erbringen wir erst, nachdem Sie Ihren Behandlungswunsch und die Kostenübernahme schriftlich mit Ihrer Unterschrift bestätigt haben. Ohne diese vorherige Vereinbarung entstehen Ihnen bei uns keine Kosten für eine zusätzliche Selbstzahlerleistung.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Diese Ärzte betrachten Ihre Beschwerden, Ihre Beweglichkeit und Ihren Alltag im Zusammenhang. Ihre Beobachtungen helfen uns, die nächsten Schritte mit Ihnen zu besprechen.

Häufige Fragen

Tut eine klinische Untersuchung weh?
Manche Bewegungen oder Tests können bekannte Beschwerden auslösen, weil genau dieses Muster untersucht wird. Sagen Sie sofort Bescheid. Die Untersuchung wird an Ihre Belastbarkeit angepasst.
Muss ich mich für die Untersuchung ausziehen?
Die betroffene Region muss häufig sichtbar und beweglich sein. Was erforderlich ist, wird erklärt. Bequeme Kleidung ist hilfreich, und Ihre Privatsphäre wird berücksichtigt.
Ersetzt die Untersuchung ein MRT?
Nein – und ein MRT ersetzt umgekehrt die klinische Untersuchung nicht. Beide beantworten unterschiedliche Fragen. Ob Bildgebung nötig ist, ergibt sich aus der konkreten Situation.
Kann beim ersten Termin schon eine Behandlung beginnen?
Das hängt vom Befund, der notwendigen Vorbereitung und den organisatorischen Möglichkeiten ab. Wir besprechen mit Ihnen, ob eine Behandlung direkt sinnvoll und möglich ist oder ein weiterer Termin benötigt wird. Gerade bei längerer Anreise bemühen wir uns, Untersuchungen und Behandlungsschritte sinnvoll abzustimmen und zusätzliche Fahrten möglichst zu vermeiden.
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