OrthoCoast – zur Startseite

Diagnostik

Ultraschall von Gelenken und Weichteilen

Eine Schulter schmerzt beim Anheben des Arms, ein Gelenk ist geschwollen oder eine Sehne reagiert auf Belastung. Sie möchten wissen, welche Struktur betroffen sein könnte und ob eine Untersuchung mehr Klarheit bringt.

Ultraschalluntersuchung der Schulter im Praxisarchiv
Öffnen Sie einzelne Abschnitte oder alle Details auf dieser Seite.

Verstehen

Ausführliche Einordnung

Mit Ultraschall, auch Sonographie genannt, lassen sich bestimmte Gelenk- und Weichteilstrukturen untersuchen. Bilder entstehen während der Untersuchung und können auch bei Bewegung beurteilt werden. Das Verfahren hilft bei ausgewählten Fragen, ersetzt aber nicht jede andere Bildgebung. Entscheidend ist, was in Ihrer Situation geklärt werden soll.

Wofür Ultraschall hilfreich sein kann

Ultraschall kann beispielsweise Sehnen, Schleimbeutel und Flüssigkeitsansammlungen an Gelenken sichtbar machen. Je nach untersuchter Region lassen sich Veränderungen erkennen, die zur Erklärung Ihrer Beschwerden beitragen. Ein Schleimbeutel ist ein Gewebekissen, das die Bewegung zwischen benachbarten Strukturen erleichtert und sich bei Reizung verändern kann. Bei einer Schwellung kann die Frage sein, ob sich Flüssigkeit im Gelenk befindet oder eine benachbarte Struktur betroffen ist. Bei einer Sehnenbeschwerde kann geprüft werden, wie sich das Gewebe darstellt. Welche Aussage im Einzelfall möglich ist, hängt auch von der Lage und Zugänglichkeit der Struktur ab.

Warum Bewegung bei der Untersuchung helfen kann

Manche Beschwerden entstehen erst beim Anheben des Arms oder einer anderen bestimmten Bewegung. Weil die Ultraschallbilder unmittelbar entstehen, können wir ausgewählte Strukturen dabei beobachten. Sie werden gegebenenfalls gebeten, ein Gelenk vorsichtig in eine passende Position zu bringen. Ihre Rückmeldung ist dabei wichtig: Ist das der vertraute Schmerz oder fühlt es sich anders an? Sagen Sie uns bitte auch, wenn eine Bewegung stark schmerzt oder Sie sich unsicher fühlen. Wir passen die Untersuchung an Ihre Belastbarkeit an. So führen wir die sichtbare Bewegung und Ihre Wahrnehmung zusammen, ohne aus dem Bild allein eine Schmerzursache abzuleiten.

Weitere Informationen

Was Ultraschall von Röntgen und MRT unterscheidet

Ultraschall arbeitet mit Schallwellen und verwendet keine Röntgenstrahlung. Besonders gut zugängliche oberflächliche Weichteilstrukturen können damit gezielt beurteilt werden. Ein Röntgenbild zeigt dagegen vor allem knöcherne Verhältnisse. Ein MRT kann je nach Fragestellung tiefer liegende Strukturen und weitere Gewebe darstellen. Die Verfahren haben daher unterschiedliche Aufgaben. Ein Ultraschall ersetzt zum Beispiel keine vollständige Untersuchung des Inneren jedes Gelenks. Wenn die vermutete Ursache mit Ultraschall nicht ausreichend beurteilbar ist, kann ein anderes Vorgehen sinnvoll sein. Eine Untersuchung wird nach der medizinischen Frage ausgewählt, nicht danach, welches Gerät möglichst viel zeigt.

So läuft die Untersuchung ab

Auf die Haut über dem Untersuchungsbereich wird Gel aufgetragen. Es stellt den Kontakt zwischen Haut und Schallkopf her. Der Arzt führt den Schallkopf über die Region und betrachtet die entstehenden Bilder. Gegebenenfalls werden verschiedene Positionen oder ein Vergleich mit der anderen Seite genutzt. Die Untersuchung ist meist wenig belastend. Druck auf eine bereits schmerzende Stelle oder eine bestimmte Bewegung kann dennoch unangenehm sein. Teilen Sie das unmittelbar mit. Sie müssen Schmerzen nicht aushalten, um ein „gutes“ Untersuchungsergebnis zu ermöglichen. Nach der Untersuchung wird das Gel entfernt.

Wie das Bild zu Ihren Beschwerden passt

Wir vergleichen den Ultraschallbefund mit Ihrer Schmerzstelle, dem Verlauf und der körperlichen Untersuchung. Eine sichtbare Sehnenveränderung kann zu Ihren Beschwerden passen, muss sie aber nicht vollständig erklären. Auch ein unauffälliger Befund ist eine Information und bedeutet nicht, dass Ihr Schmerz unwichtig ist. Im Gespräch erläutern wir, was sich beurteilen ließ und welche Frage offenbleibt. Davon hängt ab, ob eine Behandlung sinnvoll ist, zunächst der Verlauf beobachtet wird oder eine andere Untersuchung ergänzt. Eine zusätzliche Aufnahme soll eine Entscheidung unterstützen; sie ist nicht automatisch der nächste Schritt.

Ultraschall bei OrthoCoast

Ihre Ansprechpartner für die Sonographie des Bewegungsapparates sind Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann. Die Untersuchung ergänzt die orthopädische Beurteilung, wenn sie eine konkrete diagnostische Frage an Gelenk oder Weichteile klären kann. Wenn Ihnen Ultraschall empfohlen wurde oder Sie eine Schwellung beziehungsweise anhaltende Beschwerden abklären lassen möchten, schildern Sie Ihr Anliegen über den Patientenservice. Ein plötzlich stark überwärmtes und geschwollenes Gelenk mit Fieber oder erheblicher Belastungsunfähigkeit braucht rasche ärztliche Beurteilung. Warten Sie dann nicht lediglich auf einen regulären Untersuchungstermin.

Ablauf & nächster Schritt

Vorbereitung und Verhalten danach

Für eine übliche Ultraschalluntersuchung des Bewegungsapparates ist meist keine besondere Vorbereitung nötig. Kleidung, mit der die betreffende Körperregion gut zugänglich ist, erleichtert den Ablauf. Vorhandene Befunde und Informationen zu früheren Verletzungen oder Operationen sind hilfreich. Nach der reinen Untersuchung können Sie gewöhnlich Ihren Alltag fortsetzen. Wenn im selben Zusammenhang zusätzlich eine Punktion oder Injektion vorgesehen ist, gelten dafür eigene Hinweise und eine gesonderte Aufklärung. Eine diagnostische Ultraschalluntersuchung bedeutet nicht automatisch, dass eine Behandlung durchgeführt wird.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Hier sehen Sie Ihre ärztlichen Ansprechpartner für die Einordnung der Befunde. Gemeinsam besprechen wir, was die Ergebnisse für Ihre weitere Behandlung bedeuten.

Häufige Fragen

Kann Ultraschall erklären, weshalb eine Sehne schmerzt?
Er kann bei bestimmten Sehnen Veränderungen sichtbar machen, die zur Einordnung beitragen. Ob diese den Schmerz tatsächlich erklären, wird zusammen mit Beschwerden und körperlicher Untersuchung beurteilt. Ein Bild allein beantwortet die Frage nicht immer.
Ist Ultraschall schmerzhaft?
Die Schallwellen selbst spüren Sie nicht. Der Druck des Schallkopfes oder eine untersuchte Bewegung kann bei einer gereizten Region unangenehm sein. Sagen Sie dem Arzt, wenn das passiert, damit die Untersuchung angepasst werden kann.
Warum wird trotz Ultraschall manchmal noch ein MRT empfohlen?
Bestimmte tief liegende oder durch Knochen verdeckte Strukturen sind im Ultraschall nur eingeschränkt beurteilbar. Wenn dort die Ursache vermutet wird oder eine weitere Entscheidung davon abhängt, kann eine andere Bildgebung ergänzen.
Wie lange dauert eine Untersuchung?
Das hängt von Region, Fragestellung und notwendigen Bewegungsprüfungen ab. Der gesamte Termin umfasst gegebenenfalls zusätzlich Gespräch und Untersuchung. Eine verbindliche Zeitangabe kann deshalb nur für den konkret vereinbarten Ablauf erfolgen.
Brauche ich nach Ultraschall eine Pause oder Begleitung?
Für eine reine Sonographie ist üblicherweise weder eine Erholungsphase noch eine Begleitung wegen des Verfahrens erforderlich. Falls zusätzliche Maßnahmen geplant sind oder Sie im Alltag Unterstützung benötigen, sollte dies gesondert abgestimmt werden.
Termin buchenAnrufen

Öffnungszeiten

Mo, Di, Do
8–12 Uhr14–17 Uhr
Mi, Fr
8–12 Uhr
Kontakt und Anfahrt