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Schwerpunkt

Gelenkgesundheit und Arthrose

Sie möchten wieder längere Wege gehen, den Garten versorgen oder eine Treppe bewältigen, ohne jeden Schritt vorher abzuwägen. Vielleicht ist bereits eine Arthrose bekannt. Vielleicht steht zunächst die Frage im Raum, weshalb ein Gelenk nicht mehr so belastbar ist wie früher.

Hüftmotiv mit gelb hervorgehobenem Gelenk
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Verstehen

Ausführliche Einordnung

In der konservativen Gelenkversorgung bei OrthoCoast in Wolgast führen wir Beschwerden, Untersuchungsbefunde und Ihre Ziele zusammen. Wir erläutern, welche Möglichkeiten ohne Operation sinnvoll sein können und wo ihre Grenzen liegen. Daraus soll eine Entscheidung entstehen, die Sie verstehen und im Alltag mittragen können.

Mit Ihrer wichtigsten Einschränkung beginnen

Eine Diagnose sagt noch wenig darüber, was Ihnen persönlich fehlt. Für den einen ist es der unterbrochene Schlaf, für die andere ein Arbeitsplatz, an dem längeres Stehen kaum noch möglich ist. Vielleicht möchten Sie vor einer geplanten Reise einschätzen, welche Belastung realistisch ist. Beschreiben Sie uns eine konkrete Situation. Dazu gehört auch, was bislang versucht wurde und weshalb es nicht weiterging. Eine Übung kann medizinisch sinnvoll erscheinen und trotzdem in Ihrem Alltag nicht umsetzbar sein. Diese Information ist kein Nebenthema, sondern wichtig für einen Plan, den Sie tatsächlich verfolgen können.

Klären ob das Gelenk die Beschwerden erklärt

Wir verbinden Ihre Schilderung mit der orthopädischen Untersuchung und vorhandenen Befunden. Je nach Fragestellung helfen Röntgen oder Ultraschall weiter. MRT und CT werden bei Bedarf extern veranlasst. Entscheidend ist, welche zusätzliche Information für Ihre Behandlung benötigt wird. Auch Strukturen rund um das Gelenk können Beschwerden verursachen. Ein Arthrosebefund erklärt deshalb nicht automatisch jeden Schmerz. Wir besprechen, was die Befunde nahelegen und welche Frage offenbleibt. Wenn eine andere Ursache wahrscheinlicher ist, muss die weitere Abklärung dazu passen. Eine zusätzliche Untersuchung soll eine begründete Entscheidung ermöglichen.

Weitere Informationen

Ein gemeinsames Ziel für die Behandlung festlegen

Ein Ziel wie „weniger Schmerzen“ ist verständlich, aber für die Verlaufskontrolle oft noch zu allgemein. Anschaulicher wird es, wenn Sie sagen können, welche Tätigkeit wieder leichter werden soll. Das kann der Weg zum Einkauf sein oder das Aufstehen von einem niedrigen Stuhl. Wir besprechen, worauf die Behandlung zunächst ausgerichtet wird. Nicht jede Einschränkung muss gleichzeitig mit einer eigenen Maßnahme beantwortet werden. Wenn mehrere Gelenke oder Erkrankungen beteiligt sind, kann eine Reihenfolge helfen. Dabei bleiben Ihre Wünsche und medizinische Erfordernisse gleichermaßen wichtig.

Bewegung und Belastbarkeit aufeinander abstimmen

Bewegungs- und Trainingsberatung gehört zu unserer konservativen Versorgung. Je nach Befund geht es beispielsweise darum, die gelenkführende Muskulatur zu stärken, Bewegung wieder sicherer auszuführen oder eine zu hohe Belastung sinnvoll anzupassen. Falls eine physiotherapeutische Behandlung erforderlich ist, wird diese gesondert in die Planung einbezogen. Ein Trainingsplan soll weder überfordern noch so vorsichtig sein, dass er im Alltag nichts verändert. Sprechen Sie an, wenn Sie bei einer Übung unsicher sind oder die Beschwerden danach deutlich zunehmen. Gemeinsam lässt sich prüfen, ob Ausführung, Umfang oder Ausgangsannahme verändert werden müssen. Ein starres Programm für alle Gelenke und alle Menschen wäre dafür nicht geeignet.

Hilfsmittel und Schmerzbehandlung gezielt nutzen

Orthesen und andere orthopädische Hilfsmittel können bestimmte Belastungen unterstützen oder erleichtern. Ihre Aufgabe sollte konkret benannt sein. Ebenso wichtig ist, ob das Hilfsmittel tatsächlich passt und im Alltag genutzt werden kann. Nicht jede Gelenkerkrankung benötigt eine Orthese. Eine medikamentöse Schmerztherapie wird unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen, Verträglichkeit und vorhandener Medikation abgewogen. Ihr Ziel kann sein, eine belastende Schmerzphase zu lindern. Eine spürbare Schmerzlinderung ist aber nicht automatisch ein Hinweis auf wieder aufgebauten Knorpel. Wir möchten Wirkung und Grenzen verständlich auseinanderhalten.

Injektionen und weitere Verfahren begründet einordnen

ACP beziehungsweise PRP und Hyaluronsäure-Injektionen gehören zu den bei OrthoCoast beschriebenen Leistungen. Daraus ergibt sich keine pauschale Empfehlung für jede Arthrose. Die betroffene Region, das Erkrankungsbild und die dafür vorliegenden Daten müssen berücksichtigt werden. Besonders wichtig: Eine Aussage zum Knie ist nicht automatisch auf die Hüfte übertragbar. Bei begleitenden Sehnen- oder Muskelbeschwerden können andere Fragestellungen im Vordergrund stehen. Zum physikalischen Angebot gehören radiale und fokussierte Stoßwellentherapie sowie Massagebehandlungen bei Myogelosen, also umschriebenen Muskelverhärtungen. Diese Verfahren haben jeweils einen eigenen Anwendungszusammenhang. So ist beispielsweise eine Behandlung der Muskulatur keine Wiederherstellung des Gelenkknorpels. Vor einer zusätzlichen Maßnahme besprechen wir, welchen Nutzen wir für Ihre Situation anstreben, welche Unsicherheit bleibt und welche Risiken oder Alternativen wichtig sind. Auch der begründete Verzicht auf eine zusätzliche Behandlung kann das Ergebnis dieser Abwägung sein.

Prüfen ob die Behandlung Ihnen wirklich hilft

Für den Verlauf ist Ihre Rückmeldung unverzichtbar. Gelingt die vereinbarte Tätigkeit leichter? Ist die Belastung verträglicher geworden? Haben Sie zwar weniger Schmerzen, aber eine Nebenwirkung, die Sie stärker beeinträchtigt? Solche Beobachtungen helfen, den Plan weiterzuführen oder anzupassen. Wenn eine geeignete konservative Behandlung nicht ausreichend hilft, besprechen wir die weitere Einordnung und gegebenenfalls eine operative Beratung. Ein Gelenkersatz ist keine automatische Folge einer Arthrosediagnose. Ebenso wenig lässt sich versprechen, ihn in jedem Fall zu verhindern oder um eine bestimmte Zeit zu verschieben.

Wer Ihre Gelenkbeschwerden betreut

Für die konservative Gelenk- und Arthrosebehandlung können Sie sich an Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling, Björn Weidemann und Dipl. med. Matthias Dallmann wenden. Dallmanns Vertretung wird persönlich abgestimmt. Die jeweiligen Qualifikationen finden Sie in den Arztprofilen. Welche Ärzte eine ergänzende Therapie bei Ihnen durchführen, hängt vom gewählten Verfahren ab. ACP/PRP, Hyaluronsäure-Injektionen und Stoßwellentherapie führen bei uns Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann durch. Der konkrete Behandlungsweg wird anhand Ihres Anliegens und der ärztlichen Empfehlung mit Ihnen abgestimmt.

Wichtig für Ihre Entscheidung

Termin und Kosten vor einer zusätzlichen Leistung klären

Beginnen Sie über „Termin und Anliegen“ mit der Beschreibung Ihrer Beschwerden oder einer bereits bekannten Diagnose. Eine auswärtige Therapieempfehlung ordnen wir zunächst ärztlich ein. Nach einer Empfehlung in unserer eigenen Sprechstunde nutzen Sie für die Folgebehandlung den gemeinsam besprochenen Terminweg. Falls der digitale Zugang nicht funktioniert, stimmen Sie das Anliegen telefonisch mit uns ab. Wenn Sie als gesetzlich versicherter Patient eine Leistung selbst bezahlen möchten, die Ihre Krankenkasse nicht übernimmt, erhalten Sie vorab einen Kostenvoranschlag. Wir besprechen Leistungsumfang und voraussichtliche Kosten. Erst nach Ihrer Unterschrift zum Behandlungswunsch und zur Kostenübernahme führen wir diese Selbstzahlerleistung durch. Eine Terminbuchung ersetzt diese Vereinbarung nicht. Für ausschließlich über die GKV abgerechnete Leistungen ist keine solche Selbstzahlervereinbarung vorgesehen.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Diese Ärzte begleiten die ärztliche Planung Ihrer Behandlung. Gemeinsam besprechen wir Ihre Beschwerden und welche Veränderungen Ihnen im Alltag besonders wichtig sind.

Häufige Fragen

Kann ich auch kommen wenn ich keine bestimmte Therapie auswählen kann?
Ja. Ausgangspunkt ist Ihr Anliegen. Welche Behandlung medizinisch sinnvoll sein kann, ergibt sich aus der Abklärung und der gemeinsamen Besprechung.
Muss ich alle angebotenen Verfahren kombinieren?
Nein. Jede Maßnahme braucht eine nachvollziehbare Aufgabe. Es geht um eine passende Auswahl, nicht um eine möglichst lange Liste von Anwendungen.
Wird eine Behandlung allein wegen eines Arthrosebefunds empfohlen?
Nein. Beschwerden, Funktion, persönliche Ziele und die Eignung der Maßnahme werden zusammen betrachtet. Ein Bildbefund allein entscheidet nicht über die Therapie.
Kann ich eine bereits früher hilfreiche Behandlung erneut erhalten?
Ihre frühere Erfahrung ist ein wichtiger Hinweis. Trotzdem wird geprüft, ob Diagnose und aktuelle Situation vergleichbar sind und ob die Maßnahme weiterhin geeignet ist.
Welche neuen Beschwerden sollte ich sofort abklären lassen?
Ein plötzlich stark schmerzendes, heißes oder geschwollenes Gelenk, besonders mit Krankheitsgefühl, benötigt rasche ärztliche Hilfe. Nach schwerer Verletzung oder bei einer anderen Notfallsituation rufen Sie 112 und warten nicht auf eine reguläre Terminbestätigung.
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