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Körperregion

Hand und Handgelenk: Beschwerden verstehen und behandeln

Schmerzen, Kribbeln oder Kraftverlust an Hand und Handgelenk können unterschiedliche Ursachen haben. Wir klären, ob Gelenke, Sehnen oder Nerven beteiligt sind, und besprechen mit Ihnen die passende Behandlung.

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Verstehen

Ausführliche Einordnung

Diese Übersicht hilft Ihnen, zwischen Gelenkbeschwerden, Sehnenproblemen, Gefühlsstörungen und Verletzungen zu unterscheiden. Sie müssen vor dem Termin keine passende Diagnose finden. Ihre Beschreibung ist der Ausgangspunkt für die Untersuchung.

Was für die Untersuchung wichtig ist

Für die Untersuchung ist wichtig, wo die Beschwerden auftreten, seit wann sie bestehen und ob Schmerzen, Schwäche oder Gefühlsstörungen im Vordergrund stehen. Nennen Sie uns auch, ob eine oder beide Hände betroffen sind und welche Bewegungen Beschwerden auslösen. Sie müssen dafür noch keine eigene Diagnose benennen können.

Weitere Informationen

Wenn der Daumen oder die Fingergelenke schmerzen

Schmerzen an der Daumenbasis können mit einer Arthrose des Daumensattelgelenks zusammenhängen. Dieses Gelenk trägt dazu bei, dass sich der Daumen den Fingern gegenüberstellen lässt. Eine Arthrose dort wird auch Rhizarthrose genannt. Am Anfang bemerken manche Menschen vor allem einen schmerzhaften Griff; andere stört eine eingeschränkte Beweglichkeit. Auch die Fingergelenke können von Arthrose betroffen sein. Ein Röntgenbild kann Gelenkveränderungen zeigen. Es sagt jedoch nicht allein, wie gut Sie Ihre Hand einsetzen können oder welche Behandlung Sie benötigen. Auf unserer Seite zur Arthrose erläutern wir, weshalb Beschwerden, Untersuchung und persönliches Ziel zusammengehören. Bei mehreren geschwollenen Gelenken oder ausgeprägter Morgensteifigkeit muss zusätzlich eine entzündliche Gelenkerkrankung bedacht werden. Das ist ein eigener Abklärungsweg, bei dem gegebenenfalls rheumatologische Expertise erforderlich ist.

Wenn Sehnen und ihre Gleithüllen gereizt sind

Sehnen sollen sich bei einer Bewegung möglichst reibungsarm verschieben können. An besonders beanspruchten Stellen verlaufen sie dafür in schützenden Hüllen, den Sehnenscheiden. Werden diese gereizt, kann eine Bewegung schmerzen und der Bereich anschwellen. An der Daumenseite des Handgelenks kommt beispielsweise eine Sehnenscheidenentzündung infrage. Manchmal bleibt auch ein Finger beim Beugen oder Strecken hängen und schnellt dann weiter. Diese Beobachtungen helfen bei der Untersuchung, beweisen aber noch keine bestimmte Ursache. Wir möchten wissen, welche Bewegungen Beschwerden auslösen und ob sich die Belastung zuletzt verändert hat. Der Schwerpunkt „Sehnen und Sportorthopädie“ erklärt den Zusammenhang zwischen Belastbarkeit, Entlastung und einem passenden Wiederaufbau. Dazu müssen Sie keinen Sport treiben: Wiederkehrende Handgriffe im Alltag können ebenso relevant sein.

Wenn Kribbeln oder Taubheit im Vordergrund stehen

Eine Hand, die immer wieder einschläft, braucht eine andere Einordnung als ein einzelnes schmerzendes Gelenk. Nerven können an verschiedenen Stellen bedrängt oder gereizt werden. Beim Karpaltunnelsyndrom betrifft dies den Mittelnerv am Handgelenk. Beschwerden in der Hand können aber auch mit einem Nerv am Ellenbogen oder mit der Halswirbelsäule zusammenhängen. Welche Finger betroffen sind, ob die Beschwerden nachts auftreten und ob Gegenstände unerwartet aus der Hand fallen, sind deshalb wichtige Hinweise. Auf „Handschmerzen und Kribbeln“ erklären wir diesen Untersuchungsweg genauer. Wiederkehrende oder anhaltende Gefühlsstörungen sollten Sie abklären lassen, besonders bei zunehmender Schwäche. Ein ähnliches Gefühl bei einer anderen Person bedeutet nicht, dass dieselbe Behandlung für Sie passt. Wenn Beschwerden vom Nacken über den Arm bis in die Hand reichen, kann „Nacken-Armschmerzen und Zervikobrachialgie“ der passende nächste Leseschritt sein. Dort erklären wir die Verbindung zur Halswirbelsäule und grenzen sie von einer lokalen Nervenengstelle ab. Kribbeln allein begründet noch keine Behandlung an der Wirbelsäule.

Welche Untersuchung bringt Sie weiter?

Wir beginnen mit Ihrer Schilderung und der körperlichen Untersuchung. Dabei interessieren Beweglichkeit, schmerzhafte Stellen, Schwellungen und die Funktion der Hand. Je nach Frage werden auch Gefühl und Kraft geprüft sowie benachbarte Bereiche einbezogen. Es macht beispielsweise einen Unterschied, ob das Greifen wegen Schmerzen vermieden wird oder ob ein Gegenstand trotz Bemühung nicht mehr sicher gehalten werden kann. Zusätzliche Diagnostik richtet sich nach dem Befund. Röntgen kann knöcherne Veränderungen oder eine Verletzung klären; Ultraschall kann bei Fragen zu Gelenken, Sehnen und umgebendem Gewebe helfen. Vermuten wir eine Nervenstörung, kann eine ergänzende neurologische Untersuchung außerhalb der Praxis sinnvoll sein. Bestehende Befunde werden einbezogen. Ein neues Bild ist dann hilfreich, wenn es eine offene Frage beantworten und die weitere Entscheidung beeinflussen kann.

Ein Behandlungsplan, der zu Ihren Handgriffen passt

Nach der Einordnung besprechen wir, welches Ziel realistisch ist. Möchten Sie nachts ungestörter schlafen, wieder handarbeiten oder die berufliche Belastung besser bewältigen? Je nach Ursache können eine veränderte Belastung, geeignete Übungen, ein Hilfsmittel oder eine Schmerzbehandlung dazugehören. Eine Schiene sollte eine konkrete Aufgabe erfüllen und zu Ihrem Befund passen. Dauerhaftes Ruhigstellen oder kräftiges Training auf eigene Faust sind keine einheitliche Lösung für alle Handbeschwerden. Auch die Grenzen konservativer Behandlung gehören zum Gespräch. Wenn eine spezialisierte Weiterbehandlung erforderlich erscheint, erläutern wir die Fragestellung dafür. Ein Hinweis auf eine operative Möglichkeit bedeutet noch keine Entscheidung für einen Eingriff. Entscheidend sind Ihr Befund, die bisherigen Behandlungsergebnisse und die Folgen eines weiteren Abwartens.

Wann die Hand rasch untersucht werden sollte

Nach einem Sturz oder einer anderen Verletzung sollten deutliche Schmerzen, starke Schwellung, eine Fehlstellung oder die Unfähigkeit, die Hand zu benutzen, zeitnah ärztlich beurteilt werden. Bei einer plötzlich kalten, blassen oder blauen Hand, neuem Gefühlsverlust oder einer erheblichen offenen Verletzung benötigen Sie sofortige medizinische Hilfe. Auch eine rasch zunehmende Rötung und Schwellung, besonders zusammen mit Fieber oder Krankheitsgefühl, darf nicht auf einen regulären Termin warten. Tritt eine Schwäche oder Taubheit plötzlich einseitig auf, kann auch ein Schlaganfall dahinterstecken – insbesondere bei zusätzlichen Sprachstörungen oder einem herabhängenden Mundwinkel. Rufen Sie bei diesem Verdacht sofort 112, auch wenn die Beschwerden wieder nachlassen. Eine Online-Anfrage ist für solche Notfälle nicht der passende Weg.

Ablauf & nächster Schritt

Was Sie zum Termin beitragen können

Bringen Sie vorhandene Berichte und Bilder sowie bereits genutzte Schienen mit. Eine aktuelle Medikamentenliste ist hilfreich; einen vorhandenen Medikationsplan einschließlich aufgedrucktem Code können Sie ebenfalls mitbringen. Notieren Sie zwei oder drei Tätigkeiten, bei denen Ihre Hand Sie besonders einschränkt. Auch erfolglose Behandlungen und unangenehme Erfahrungen sind wichtig. Sie brauchen dafür weder ein ausführliches Tagebuch noch medizinische Fachbegriffe. „Ich kann den Reißverschluss greifen, aber nicht ziehen“ kann uns mehr sagen als eine selbst vermutete Diagnose. Gemeinsam lässt sich daraus ableiten, was genauer untersucht und woran der Verlauf später beurteilt werden sollte.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Diese Ärzte befassen sich bei uns mit Gelenk- und Bewegungsbeschwerden. Gemeinsam besprechen wir, welche Fragen und Ziele für Sie im Vordergrund stehen.

Ihre behandelnden Ärzte

Ihre Hauptansprechpartner für Beschwerden an Hand und Handgelenk sind Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann. Dipl. med. Matthias Dallmann ergänzt die Versorgung im Rahmen persönlich abgestimmter Vertretungen. Welcher Termin zu Ihrem Anliegen passt, klären wir mit Ihnen.

Häufige Fragen

Brauche ich für den ersten Termin schon ein Röntgenbild?
Nein. Bringen Sie vorhandene Aufnahmen und Befunde mit, veranlassen Sie aber nicht allein für den Termin neue Bilder. Welche Untersuchung sinnvoll ist, richtet sich nach der ärztlichen Fragestellung.
Gehören Beschwerden an beiden Händen zusammen?
Das ist möglich, aber nicht zwingend. Teilen Sie mit, ob beide Seiten gleichzeitig begonnen haben und ob weitere Gelenke oder andere Körperstellen betroffen sind. Daraus kann sich eine andere Abklärung ergeben als bei einer einzelnen lokalen Beschwerde.
Muss eine Arthrose der Hand immer operiert werden?
Nein. Die Diagnose allein begründet keine Operation. Beschwerden, Funktion und Ergebnisse einer passenden konservativen Behandlung bestimmen mit, ob eine operative Beratung sinnvoll wird.
Welche Informationen helfen bei Kribbeln besonders?
Nennen Sie die betroffenen Finger, typische Tageszeiten und begleitende Schwäche oder Schmerzen. Auch Beschwerden am Ellenbogen oder Nacken sind wichtig. Die Symptomseite „Handschmerzen und Kribbeln“ erläutert die Zusammenhänge.
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