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Therapie

Bildgestützte Injektionen und PRT

Wenn Rückenschmerzen oder in Arme oder Beine ausstrahlende Beschwerden den Alltag bestimmen, wünschen Sie sich eine Behandlung, die möglichst gezielt ansetzt. Vielleicht wurde Ihnen eine Infiltration oder eine PRT empfohlen. Dann ist es hilfreich zu verstehen, welche Struktur behandelt werden soll und warum gerade dort eine Injektion erwogen wird.

Behandlungsraum mit Bildwandler
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Was Sie danach beobachten sollten

Bevor Sie die Praxis nach der Nachbeobachtung verlassen, besprechen wir, wie Sie sich nach der Anwendung verhalten sollen, ob Sie selbst Auto fahren dürfen und wann Belastungen wieder möglich sind. Planen Sie bitte nicht ohne diese Klärung mit einer uneingeschränkten Rückkehr zu Arbeit oder Sport. Notieren Sie, ob sich Ihre Beschwerden verändert haben und wie lange eine Veränderung anhält. Treten während der Nachbeobachtung neue Beschwerden auf, informieren Sie sofort unser Praxisteam. Bei neuer Lähmung, plötzlich auftretenden Sprach- oder Sehstörungen, Taubheit im Schritt oder einer Störung der Blasen- oder Darmkontrolle nach dem Verlassen der Praxis rufen Sie sofort 112; warten Sie keine telefonische oder digitale Rückmeldung von uns ab. Zunehmende starke Schmerzen, Fieber oder andere auffällige Veränderungen benötigen ebenfalls eine rasche ärztliche Beurteilung. Wenden Sie sich dafür während der Sprechzeiten bitte umgehend an unsere Praxis und folgen Sie den mitgegebenen Nachsorgehinweisen. Ist unsere Praxis nicht unmittelbar erreichbar, lassen Sie dringliche, nicht lebensbedrohliche Beschwerden während der Sprechzeiten in Ihrer Hausarztpraxis beurteilen. Außerhalb der Sprechzeiten hilft die 116117, wenn die Behandlung nicht warten kann.

Verstehen

Ausführliche Einordnung

Bei OrthoCoast gehören bildgestützte Schmerztherapie und periradikuläre Therapie zum Angebot. Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob eine solche Behandlung zu Ihren Beschwerden und Befunden passt. Sie ist ein möglicher Bestandteil der konservativen Versorgung und braucht eine konkrete ärztliche Begründung.

Was bildgestützt bedeutet

Bei einer bildgestützten Injektion unterstützt eine bildgebende Untersuchung die Orientierung am vorgesehenen Behandlungsort. Je nach Zielregion und Verfahren kommen unterschiedliche Formen der Bildkontrolle infrage. Welche Technik wir für Ihre Behandlung einsetzen, erklären wir Ihnen vorab. Die Bildkontrolle hilft bei der Platzierung. Sie beantwortet jedoch nicht allein die Frage, ob die ausgewählte Struktur tatsächlich für Ihre Beschwerden verantwortlich ist. Dafür müssen Krankengeschichte, Untersuchung und vorhandene Befunde zusammenpassen. Auch unter Bildkontrolle bleibt eine Injektion ein Eingriff mit möglichen Risiken.

Was eine PRT ist

PRT steht für periradikuläre Therapie. Gemeint ist eine wirbelsäulennahe Behandlung in der Umgebung einer Nervenwurzel. Eine solche Überlegung kann beispielsweise bei bestimmten Beschwerden aufkommen, die vom Rücken in ein Bein oder vom Nacken in einen Arm ausstrahlen und zu einer Reizung einer Nervenwurzel passen. Ein im MRT beschriebener Bandscheibenvorfall führt nicht automatisch zu einer PRT. Wir prüfen, ob die Seite, die betroffene Region, der Verlauf und die Untersuchung das geplante Vorgehen stützen. Auch eine erkennbare Engstelle kann je nach Situation anders behandelt werden müssen.

Weitere Informationen

Wann eine PRT an der Hals- oder Lendenwirbelsäule erwogen werden kann

Bei OrthoCoast führen wir PRT-Behandlungen an der Hals- und Lendenwirbelsäule durch. Sie kommen bei ausgewählten Beschwerden infrage, wenn Verlauf, ärztliche Untersuchung und Bildbefunde für eine Reizung einer Nervenwurzel als Schmerzursache sprechen. Schmerzen vom Nacken in den Arm werden als Zervikobrachialgie bezeichnet; vom unteren Rücken in ein Bein ausstrahlende Schmerzen als Lumboischialgie. Diese Beschreibungen allein und auch ein Kribbeln in der Hand oder im Bein sind noch keine Indikation für eine solche Injektion. Wir prüfen, ob Beschwerden, Untersuchung und Bildbefund zusammenpassen, welche Behandlung bereits versucht wurde und ob ein nachvollziehbares Ziel besteht. Bei geeigneten Patienten kann eine Injektion eine Linderung ermöglichen. Ob sie eintritt und wie lange sie anhält, ist individuell unterschiedlich; eine dauerhafte Besserung lässt sich nicht zusagen. Die wissenschaftliche Grundlage für einzelne Verfahren an der Halswirbelsäule ist begrenzt. An der Halswirbelsäule liegen Nerven, Rückenmark und wichtige Blutgefäße eng beieinander. Deshalb erläutern wir die besonderen Risiken des konkret geplanten Verfahrens und mögliche Alternativen. Neue oder zunehmende Lähmungen, Gangunsicherheit oder andere Hinweise auf eine bedrohte Nerven- oder Rückenmarksfunktion verlangen eine dringliche Abklärung. Eine Injektion darf diese Abklärung und gegebenenfalls eine andere notwendige Behandlung nicht verzögern.

Welches Ziel wir mit Ihnen besprechen

Eine Injektion kann mit dem Ziel erwogen werden, bestimmte Beschwerden vorübergehend zu lindern und weitere Behandlungsschritte zu ermöglichen. Welcher Wirkstoff geeignet ist und ob der erwartbare Nutzen die Risiken rechtfertigt, hängt von Ihrer Situation ab. Für die Beurteilung ist hilfreich, eine konkrete Einschränkung zu benennen: Können Sie wegen ausstrahlender Schmerzen kaum sitzen, nur kurze Strecken gehen oder nachts nicht ausreichend schlafen? Wir besprechen auch, welche Veränderung für Sie relevant wäre. Eine kurzfristige Reaktion und eine länger anhaltende Besserung sind dabei unterschiedliche Beobachtungen.

Welche Alternativen dazugehören

Eine Spritze ist nicht bei jedem Rückenschmerz sinnvoll. Bei vielen Beschwerden stehen Aufklärung, angepasste Aktivität, Übungsbehandlung und eine zurückhaltend geplante medikamentöse Therapie im Vordergrund. Je nach Ursache kommen weitere konservative Maßnahmen oder eine andere fachärztliche Beurteilung infrage. Wenn die Funktion eines Nervs bedroht ist oder ein Befund eine andere Behandlung verlangt, darf eine Injektion die notwendige Versorgung nicht verzögern. Wir erläutern Ihnen deshalb nicht nur den vorgeschlagenen Eingriff, sondern auch die Gründe für oder gegen andere Wege.

Welche Informationen vor der Behandlung wichtig sind

Bitte bringen Sie aktuelle Arztbriefe sowie vorhandene MRT-, CT- oder Röntgenbefunde mit den zugehörigen Bildern mit. Bildzugänge per QR-Code oder eine CD können dafür hilfreich sein. Eine aktuelle Diagnosen- und Medikamentenliste gehört ebenfalls zur Vorbereitung. Nennen Sie insbesondere gerinnungshemmende Medikamente, bekannte Allergien, Infekte und frühere unerwünschte Reaktionen bei Injektionen. Auch Diabetes und eine mögliche Schwangerschaft können für die Planung relevant sein. Setzen Sie Medikamente bitte nicht eigenständig ab. Ob und wie eine Behandlung angepasst wird, muss ärztlich festgelegt werden.

Ablauf & nächster Schritt

Aufklärung und Ablauf

Vor einer Behandlung erklären wir Ihnen den vorgesehenen Ort, das Verfahren und die eingesetzten Medikamente. Dazu gehören die erwartete Wirkung, mögliche Alternativen sowie allgemeine und verfahrensspezifische Risiken. Nach Vorbereitung und hygienischer Hautdesinfektion erfolgt die geplante Injektion unter der vorgesehenen Bildkontrolle. Ob eine besondere Lagerung oder weitere Maßnahmen nötig sind, hängt vom Eingriff ab. Fragen Sie bitte nach, wenn Sie wegen anderer Erkrankungen nicht gut liegen können oder Unterstützung benötigen. Nach der Medikamentengabe bleiben Sie zur Nachbeobachtung mindestens 30 Minuten bei uns. Bitte planen Sie diese Zeit ein. Je nach Ihrem Befinden kann eine längere Betreuung erforderlich sein.

Wichtig für Ihre Entscheidung

Risiken angemessen einordnen

Möglich sind unter anderem Schmerzen am Einstichort, Blutergüsse, Infektionen, allergische Reaktionen und unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Bei Behandlungen in der Nähe von Nerven oder am Wirbelkanal müssen zusätzlich seltene, aber potenziell schwere Komplikationen besprochen werden, darunter neurologische Schäden. Bei bestimmten Injektionen an der Halswirbelsäule sind sehr selten auch schwere Schäden an Rückenmark oder versorgenden Gefäßen möglich, bis hin zu Lähmungen oder einem Schlaganfall. Welche Risiken für den geplanten Zugang gelten und wie wir sie vermindern, gehört zur persönlichen Aufklärung. Die Risiken Ihres konkreten Eingriffs besprechen wir persönlich mit Ihnen. Unsere Website kann diese individuelle Aufklärung nicht vollständig abbilden. Wir möchten, dass Sie vor Ihrer Entscheidung wissen, was geplant ist und welche Fragen noch offen sind. Auch eine bereits früher gut verträgliche Injektion ersetzt die aktuelle Prüfung nicht.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Diese Ärzte besprechen mit Ihnen, ob eine Injektionsbehandlung zu Ihren Beschwerden passt. Gemeinsam klären wir Ihre Fragen und die nächsten Schritte.

Behandler und weitere Planung

Bildgestützte Schmerzbehandlungen und PRT führen bei OrthoCoast Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann durch. Wer den für Sie geplanten Eingriff übernimmt, stimmen wir persönlich ab. Eine bestimmte Zahl von Injektionen legen wir nicht pauschal für alle Patienten fest. Zunächst besprechen wir Ziel, möglichen Nutzen, Grenzen und Alternativen. Falls eine vorgesehene Leistung nicht von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird und Sie sie selbst bezahlen möchten, erhalten Sie vorher einen Kostenvoranschlag. Behandlungswunsch und Kostenübernahme bestätigen Sie mit Ihrer Unterschrift, bevor die Leistung erbracht wird. Sie müssen Ihre Entscheidung nicht bereits in der Sprechstunde treffen. Für eine bei uns bereits empfohlene und besprochene Folgebehandlung nutzen Sie den vereinbarten Anschlussweg. Allein für die Terminplanung ist keine neue Sprechstunde erforderlich. Wenn sich Ihre Beschwerden verändert haben oder die letzte Anwendung nicht wie erwartet verlief, besprechen wir zunächst, ob die Planung weiterhin passt.

Häufige Fragen

Kann ich allein mit einem MRT-Befund eine PRT buchen?
Ein MRT-Befund ist eine wichtige Information, ersetzt aber keine ärztliche Indikationsstellung. Für den Beginn klären wir Ihre Beschwerden und Befunde. Der persönliche Folgezugang gilt erst für eine mit uns vereinbarte Behandlung.
Beseitigt eine Injektion die Ursache dauerhaft?
Das lässt sich nicht allgemein sagen. Eine Injektion kann ein bestimmtes Behandlungsziel verfolgen, ohne die zugrunde liegende Veränderung dauerhaft zu beseitigen. Wir besprechen, welche weiteren Schritte sinnvoll bleiben.
Darf ich meine Blutverdünnung vorher weglassen?
Bitte nicht eigenständig. Das Risiko einer Blutung und das Risiko einer Unterbrechung müssen individuell abgewogen werden. Teilen Sie uns das genaue Medikament und die Einnahme mit.
Was mache ich bei einer neuen Lähmung?
Wenn Sie noch zur Nachbeobachtung bei uns sind, informieren Sie sofort das Praxisteam. Tritt eine neue Lähmung nach dem Verlassen der Praxis auf, rufen Sie sofort 112 und warten Sie keine telefonische oder digitale Rückmeldung ab. Das gilt auch für neue Taubheit im Schritt oder Störungen der Blasen- oder Darmkontrolle.
Ist eine PRT an der Halswirbelsäule bei jedem Armschmerz sinnvoll?
Nein. Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit können unterschiedliche Ursachen haben. Eine PRT wird nur nach ärztlicher Einordnung einer passenden Fragestellung erwogen. Das Verfahren, seine besonderen Risiken und Alternativen müssen persönlich besprochen werden.
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