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Beschwerde

Ellenbogenschmerzen verstehen und gezielt abklären

Beim ersten kräftigen Zug schmerzt der Ellenbogen. Später genügt schon die Kaffeetasse oder der Griff zur Türklinke. Vielleicht haben Sie die belastende Tätigkeit bereits reduziert und fragen sich, warum der Arm trotzdem noch nicht wieder zuverlässig mitmacht.

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Welche Beschwerden dringend untersucht werden müssen

Nach einer Verletzung mit starken Schmerzen, Fehlstellung oder erheblicher Bewegungseinschränkung sollten Sie sich dringend medizinisch untersuchen lassen. Dasselbe gilt bei neuen deutlichen Gefühlsstörungen oder Kraftausfällen und bei einem heißen, geschwollenen Gelenk mit Fieber. Warten Sie damit nicht auf einen regulären Sprechstundentermin. Bei plötzlich auftretenden Armschmerzen zusammen mit Brustdruck, Atemnot oder Kreislaufproblemen rufen Sie 112. Eine Online-Rezeption ist kein Notfallweg. Für andere dringliche orthopädische Anliegen können Sie eine vorherige Terminabstimmung für unsere Akutsprechstunde erfragen. Wenn Beschwerden rasch zunehmen oder unklar akut sind, ist eine unmittelbare medizinische Einschätzung wichtiger als die Suche nach einer passenden Internetdiagnose.

Verstehen

Ausführliche Einordnung

Für die Abklärung ist wichtig, welche Bewegung den Schmerz auslöst, wo Sie ihn spüren und ob weitere Veränderungen hinzugekommen sind. Bei OrthoCoast in Wolgast untersuchen wir Ellenbogenbeschwerden mit Blick auf die Ursache und darauf, was Sie im Beruf, Haushalt oder Sport wieder können möchten. Ein vermeintlich passender Name aus dem Internet muss dafür noch nicht feststehen.

Warum der Schmerzort nur ein Teil der Antwort ist

Schmerzen außen am Ellenbogen können zu einem Tennisellenbogen passen, Beschwerden innen zu einem Golferellenbogen. Dabei geht es um Sehnenansätze der Unterarmmuskulatur. Die Namen setzen nicht voraus, dass Sie eine dieser Sportarten ausüben. Auch Belastungen bei Arbeit und Alltag sind für die Vorgeschichte relevant. Es kommen jedoch weitere Ursachen in Betracht. Gelenkveränderungen, eine Verletzung oder ein gereizter Schleimbeutel können andere Untersuchungs- und Behandlungsschritte erfordern. Wenn der Ellenbogen geschwollen ist, sich nicht mehr wie gewohnt strecken lässt oder Beschwerden bis in die Hand reichen, möchten wir das genauer einordnen. Kribbeln und Taubheitsgefühle sind deshalb ebenso wichtig wie der Schmerz selbst. Sie können eine zusätzliche Frage an die Nervenfunktion aufwerfen. Bitte sagen Sie nicht nur, wo es wehtut, sondern auch, ob sich die Hand anders anfühlt oder Sie Dinge weniger sicher halten. Eine Selbstdiagnose anhand einer einzelnen schmerzhaften Stelle würde solche Zusammenhänge möglicherweise übersehen.

Weitere Informationen

Was wir über Ihren Alltag wissen möchten

Haben die Beschwerden nach einem einzelnen Ereignis begonnen, oder sind sie über Wochen entstanden? Arbeiten Sie regelmäßig mit Werkzeug, heben Sie wiederholt Lasten oder haben Sie Ihr Training verändert? Solche Fragen sollen die tatsächliche Beanspruchung verständlich machen. Sie bedeuten nicht, dass jede dieser Tätigkeiten zwangsläufig eine Erkrankung verursacht. Beschreiben Sie auch, welche Entlastung sich umsetzen lässt. Wer beruflich zugreifen muss oder zu Hause Angehörige unterstützt, kann belastende Handgriffe nicht einfach vollständig vermeiden. Für die Planung ist dieser Unterschied wesentlich. Wir möchten mit Ihnen praktikable Veränderungen finden und besprechen, woran Sie erkennen können, ob die Belastung besser vertragen wird. Vorbehandlungen gehören ebenfalls dazu. Bringen Sie vorhandene Befunde mit und berichten Sie über Übungen, Hilfsmittel, Medikamente oder Injektionen. Eine frühere gute Erfahrung ist ein nützlicher Hinweis, ersetzt aber nicht die Prüfung, ob die gleiche Maßnahme heute zur Ursache Ihrer Beschwerden passt.

Wie wir Untersuchung und Bildgebung einsetzen

Wir prüfen die Beweglichkeit des Ellenbogens und untersuchen die betroffenen Bereiche. Ausgewählte Bewegungen und Belastungstests helfen dabei, die Beschwerden genauer zuzuordnen. Falls erforderlich, werden angrenzende Gelenke und die Nervenfunktion mitbetrachtet. Ziel ist eine Erklärung, die zu Ihrer Vorgeschichte und zum Untersuchungsbefund passt. Zusätzliche Bildgebung ist nicht für jeden schmerzenden Ellenbogen erforderlich. Ultraschall kann bestimmte Fragen zu Sehnen und Weichteilen ergänzen. Röntgen kann bei knöchernen Veränderungen oder nach einer Verletzung sinnvoll sein. Weiterführende Bildgebung wie MRT oder CT wird bei entsprechender Fragestellung extern veranlasst. Wir erläutern, welche Information eine Untersuchung liefern soll und welche Konsequenz daraus entstehen könnte. Eine auffällige Aufnahme ist kein fertiger Behandlungsplan. Umgekehrt bedeutet ein unauffälliger Bildbefund nicht, dass Ihre Einschränkung unwichtig wäre.

Wie Behandlung und Belastung zusammengehören

Die Behandlung richtet sich nach der festgestellten Ursache. Wenn eine Reizung am Sehnenansatz vorliegt, geht es unter anderem darum, ungünstige Belastung zu verändern und eine passende Belastbarkeit wieder aufzubauen. Bei Tennis- oder Golferellenbogen können angeleitete Dehn- und Kräftigungsübungen Bestandteil dieses Weges sein. Die genauere Erklärung finden Sie auf unserer Krankheitsbildseite. Ein Übungsplan sollte verständlich machen, welche Bewegung gemeint ist und wie die Belastung angepasst werden kann. Dauernd gegen deutliche Beschwerden weiterzuarbeiten ist ebenso wenig ein allgemeiner Plan wie den Arm auf unbestimmte Zeit gar nicht mehr zu benutzen. Nach akuten Verletzungen können andere Schutzmaßnahmen notwendig sein; deshalb steht zuerst die Einordnung. Wenn Medikamente, eine Bandage oder weitere Maßnahmen erwogen werden, besprechen wir den jeweiligen Zweck. Bei Injektionen oder Stoßwellenbehandlung kommt hinzu, wie belastbar die Evidenz für die konkrete Erkrankung ist und welche Risiken oder Kosten entstehen. Ein verfügbares Verfahren ist nicht automatisch eine geeignete Standardbehandlung für jeden Ellenbogenschmerz. Falls die Beschwerden unter dem vereinbarten Vorgehen nicht wie erwartet nachlassen, gehört der Verlauf erneut beurteilt. Dabei prüfen wir die Diagnose, die tatsächliche Belastung und die bisherige Behandlung. Eine ausbleibende Besserung ist ein Anlass zum Nachdenken und Anpassen, nicht einfach zum Wiederholen derselben Maßnahme.

Ablauf & nächster Schritt

Was Sie für Ihren Termin mitbringen können

Hilfreich sind vorhandene Arztberichte, gegebenenfalls Bildzugänge und Ihr aktueller Medikationsplan. Für das Gespräch können Sie sich notieren, welche Handgriffe besonders schwierig sind und wie sich die Beschwerden über einen Arbeits- oder Trainingstag verändern. Eine lange Dokumentation ist dafür nicht notwendig. Unsere Hauptansprechpartner für die orthopädische Untersuchung sind Priv. Doz. Dr. med. habil. Richard Kasch, Dr. med. Christoph Jährling und Björn Weidemann. Über „Termin und Anliegen“ finden Sie den Weg zur Abstimmung. Falls die digitale Auswahl Ihr Anliegen nicht sinnvoll abbildet, klären Sie es bitte telefonisch. Eine konkrete Therapie planen wir nach ärztlicher Empfehlung, nicht allein nach dem Namen einer Terminart.

Unsere Ärzte für diesen Fachbereich

Hier sehen Sie, welche Ärzte sich bei uns mit Ihren Beschwerden befassen. Ihre Fragen und die Einschränkungen im Alltag helfen bei der weiteren Einordnung.

Häufige Fragen

Kann ein Tennisellenbogen auch ohne Tennis entstehen?
Ja. Der Name beschreibt ein Beschwerdebild am äußeren Sehnenansatz des Ellenbogens und keine zwingende Sportvorgeschichte. Auch wiederholte Belastungen im Alltag oder Beruf können für die Einordnung wichtig sein.
Soll ich den Arm bis zum Termin vollständig schonen?
Bei ungeklärten Beschwerden lässt sich das nicht pauschal beantworten. Reduzieren Sie Tätigkeiten, die deutlich verschlechtern, und lassen Sie akute Verletzungen oder Warnzeichen dringend abklären. Ob und wie weiterbewegt oder geübt werden kann, richtet sich nach der Ursache.
Ist eine Behandlung mit Stoßwelle immer sinnvoll?
Nein. Ob Stoßwelle überhaupt erwogen wird, hängt von Diagnose, Verlauf und Alternativen ab. Wir besprechen die mögliche Bedeutung und die Grenzen für Ihren konkreten Befund; der Schmerzort allein ist keine ausreichende Indikation.
Entstehen durch die Abklärung automatisch Selbstzahlerkosten?
Nein. Für ausschließlich über die GKV abgerechnete Leistungen gibt es keine allgemeine Selbstzahlervereinbarung. Wenn Sie eine nicht von der GKV übernommene Leistung selbst bezahlen möchten, erhalten Sie vorab einen Kostenvoranschlag und bestätigen Behandlungswunsch und Kostenübernahme vor der Leistung mit Ihrer Unterschrift.
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